Vereinsblitz im Juni 2026

Am 26. Juni 2026 wurde wieder einmal im Vereinspokal geblitzt. 20 Spieler fanden den Weg in den Turniersaal. Hier die Ergebnisse:

https://s2.chess-results.com/tnr1476034.aspx?lan=0&SNode=S0

Ganz vorne lag mit Kristof diesmal ein Senior. Offiziell ist er ein Senior, spielerisch aber eher noch ein Jungspund. 6 Punkte und die bessere Buchholz reichten zum Sieg. Nur gegen Adrian wurde ein Punkt abgegeben.

Eben dieser Adrian, das lange verkannte Blitzturnier unseres Vereins, aber nun seit Monaten auf der Erfolgsspur, lief auf Platz 2 ein. Mit ebenfalls 6 Punkten und einer schwachen Phase in der letzten Runde. Da ließen dann wohl doch die Kräfte nach und der kleine Anatoli holte sich den Skalp des Meisters.

Selten sieht man unsere Jugendcoaches bei einem Blitzturnier. Aber wenn sie da sind, legen sie los. Diesmal war es Oli, der erst die Jugend coachte und dann den Gegnern mit 5 Punkten zeigte, wo der Hammer hängt. Nur gegen den Erst- und Zweitplatzierten musste ein Punkt abgegeben werden.

Ein ungewohntes Bild zeigte sich auf Platz vier. Hier verweilte ein Schachspieler, den man hier her selten sieht. Der willig ist und dann doch, weil er so nett ist, den Gegnern die Punkte schenkt. Auf Platz 4 mit 5 Punkten fand sich Steffen Bernhöft wieder.

Nicht so fit war wohl Nils Werthmann. So wird das aber nichts mit der Jahreswertung. Nur vier Punkte und Rang 6, ein ungewohntes Bild – auch wenn die Punkte gegen das Siegertrio abgegeben wurden.

Wo ist nun eigentlich die Jugend? Diese hatte offenbar im Juni nichts zu melden und war gedanklich schon in den Sommerferien. Anatoli sticht auf Platz 5 heraus, sonst diesmal eher solides Mittelfeld.

Auch in den Sommerferien wird natürlich geblitzt – immer am letzten Freitag um 18.30 Uhr im Monat. Gäste sind herzlich Willkommen.

Vereinsblitz Mai 2026

Am 29. Mai starte man mit einer Rekordzahl von 26 Teilnehmern beim Blitzturnier in den Frühling im schönen Wonnemonat Mai, wobei eigentlich der Frühsommer schon in den Startlöchern steht, man sich aber gleichzeitig noch vom Potsdamer Sommeropen erholen musste.

Dies war ein Turnier, wo die Welt wieder in Ordnung ist und die Dinge, im Gegensatz zu den überraschenden Ergebnissen im Mai, wieder gerade gerückt wurden:

https://s1.chess-results.com/tnr1468490.aspx?lan=0&art=1&SNode=S0

Es gewann unser Blitzgott Nils mit 6,5 Punkten. Das Remis gab es gegen den starken Gast Lennart Quante vom SK Münster, der seinerseits mit 5,5 Punkten auf Platz 3 einlief. Die bessere Buchholz und diesmal bessere Form, ebenfalls mit 5,5 Punkten, hatte unser bekannter und allseits beliebter und überaus geschätzter Fidemeister Tyron Milare auf Platz 2. Nur gegen Nils musste er Federn lassen, der besser Blitzen als Schach spielen kann. Auch für Dave lief es runder als beim letzten Mal – Platz 4 mit 5 Punkten. Der Aprilsieger Adrian Faust dümpelte diesmal nur auf den 5. Platz herum.

Aber schauen wir mal ins Mittelfeld, was hat sich da denn so getan? Vorne im Mittelfeld fand sich diesmal unser jugendliches Trio Infernale mit Peter, Leopold und Tigran wieder – diesmal reichte es nicht für das Treppchen, aber für die Top Ten.

Auch hier wieder fand sich unser neues Mitglied Marcel Wienöbst. Spielen kann er, wie er beim Potsdamer Sommeropen bewiesen hat. Beim Blitzen läuft es auch schon gut, da kommt sicher noch mehr. Kurioserweise ist Marcel vermutlich weltweit der einzige Spieler, der zum Zeitpunkt des Turnieres mehr als 2000 Elo, aber eine DWZ von ca. 900 hatte. Da wird noch so mancher Gegner überrascht gucken.

Auch hinten tummelte sich eine wilde Mischung aus Nachwuchs, starken Spielern wie Lenny und unserem Vereinschef, dessen desaströse Blitzleistung wohl auf akuten Biermangel zurückzuführen ist.

Am 26. Juni wird dann weitergeblitzt. Und zum Halbjahr bietet es sich an, mal einen ersten Blick in die Jahreswertung zu werfen.

Vereinsblitz April 2026

Nach Ostern ergriffen am 24.4.2026 20 Spieler die Chance, nicht nach Eiern, sondern nach Punkten zu suchen. Gesucht wurde auch nicht unter den Tischen oder hinter den Schränken, sondern auf dem Schachbrett. Manche wurden mehr, andere dafür weniger fündig. Hier die Ergebnisse:

https://s3.chess-results.com/tnr1467849.aspx?lan=0&art=1&SNode=S0

Schachfreund und Dauersieger Nils Werthmann war anderweitig noch mit der Eiersuche beschäftigt und daher nicht anwesend. Eine günstige Gelegenheit für seinen Dauerrivalen Adrian Faust, der gerne den Jahressieg erringen möchte, zuzuschlagen. Das gelang auch mit Platz 1 und 7 Punkten. Einen ungeschlagenen Sieger gibt es selten.

Doch was macht die Konkurrenz? Unser FM und Jugendcoach Tyron Milare war von der Jugend und dem gegebenen Training offenbar noch verausgabt. Platz 4 und 4,5 Punkte – gegen Adrian ging ein Punkt flöten und drei Remis zeigen eine gewisse Friedfertigkeit und Erschöpfung.

Diesmal auch nicht an der Spitze zu sehen war der Schatzmeister des LSSB. Hier hockt er nicht auf Eiern, aber auf Kohlen. Heute dagegen war er freigiebig. So bekam sein Präsidiumskollege Michael Fuhr einen Punkt. Anatoli, der jugendliche Gangster, schlug auch zu. Und auch Tigran bekam was vom des Doktors Kuchen ab.

Aber wer war denn nun an der Spitze? Überraschend auf Platz 2 tummelt sich Michael Fuhr mit 5 Punkten. Der Altmeister hat gezeigt, er kann es noch. Nur gegen den Sieger wurde ein Punkt abgegeben, sonst wurde sich elegant mit Remisen und abwechselnden Siegen an die Spitze geschoben.

Auf Platz 3 hat wohl jemand sein Taktiktraining gemacht. War im März noch zu vermuten, ob es sich um eine Eintagsfliege handeln könnte, so hat sich Tigran Kramer nun an der Spitze festgebissen. Offenbar spekuliert er in der Jahreswertung auf den Jugendpreis, eine herrlich geräucherte Salami. Platz 3 mit ebenfalls 5 Punkten und der leicht schlechteren Buchholz.

Überraschende Ergebnisse – es bleibt abzuwarten, ob im Mai die Hackordnung wieder hergestellt wird, wenn der Blitzmeister himself Nils wieder mitwirkt.

Monatsblitz März 2026 – Besser spät als nie

Besser spät als nie – vollmundig versprach das Schachkid am 27.3.2026, die Turnierergebnisse vom März 2026 zu veröffentlichen. Vier Monate später ist es dann soweit. Hier die Ergebnisse:

https://s2.chess-results.com/tnr1467117.aspx?lan=0&art=1&turdet=YES&SNode=S0

Mit 24 Teilnehmern war es auch recht voll. Wobei es bei dem Turnier ein reges Kommen und Gehen ab. Aber die dabei blieben, spielten mit, und zwar 7 Runden.

Nicht ganz unüberraschend aber in Top-Form gewann Nils mit 6.5 Punkte. Nur gegen Dave Möwisch musste ein Remis abgegeben werden. Was letzterer sicherlich einige Wochen vorgehalten bekommen hat. Dave wurde dafür Zweiter mit 5,5 Punkten. Neben Nils konnte ihm der drittplatzierte Adrian Faust einen Punkt abnehmen. Adrian komplementiert damit das Trio mit 5 Punkten, Dank der bessern Buchholz vor dem Vereinspräsidenten Stephan Bernhöft. Dieser dürfte zufrieden sein, da gab es schon schlechtere Turniere.

Bester Jugendlicher, und das auch gleich auf Platz 5, wurde Tigran Kramer, gefolgt von Leopold Köchert. Beide erreichten 4,5 Punkte. Die Frage ist, waren das Eintagsfliegen oder wird man noch im Jahresverlauf von den beiden Youngstern hören?

Wie auch immer – gespielt wird immer am letzten Freitag eines Monats. Gäste und Vereinsmitglieder sind gerne Willkommen!

DSAM-Finale in Dresden

Es ist kaum zu glauben. Bei einer DSAM wird sonst Hinz und Kunz fotografiert. Aber beim Finale in Dresden vom 23.7. – 25.7., in den Schachgipfel integriert, wurde nicht einer unserer Vereinsvertreter fotografiert. Leider hat es auch keiner auf das Treppchen geschafft.

Aber es wurde mitgespielt. Und auch das Bier kam nicht zu kurz, wie inoffizielle Dokumente, die dem Autor dieser Zeilen zugespielt wurden, belegen. Dresden ist im Sommer eine sehr schöne Stadt, wenn auch manche Hotels mit 5 Sternen eine Enttäuschung sind – wie ebenfalls der Autor dieser Zeilen belegen kann. Denn er hat in einem genächtigt und würde dies nicht nochmal tun. Immerhin gab es Prossecco zum Frühstück.

In der A-Gruppe spielte von uns niemand mit. Gleichwohl waren hier zwei Potsdamer zu entdecken, darunter immerhin eine ehemaliges Vereinsmitglied:

CM Tiarks denkt, FM Tschernatsch ist noch optimistisch

In der B-Gruppe waren erfreulicherweise gleich drei Teilnehmer dabei. Welche Freude für Nils – er traf nicht nur den Bundestrainer (könnten Zwillinge sein), sondern nach einem durchwachsenen Turnier in Österreich die Punkte. Leider die leicht schlechtere Buchholz mit 3,5 Punkten und Platz 8 am Treppchen vorbei. Aber wenn Sandra Schmidt höchstpersönlich nach dem Ergebnis von Nils schauen will, ist das schon ein Ritterschlag.

Adrian spielte ein solides Turnier, mit 2.5 Punkten auf Platz 18. Zufrieden sah er nicht aus. Dave landete in dem engen Feld mit 2 Punkten auf Platz 32. Er wird sicher wieder in Bayern bei einem Turnier zuschlagen, wahlweise beim Turniersieg oder dem Begleitbier.

In der C-Gruppe drehte Lenny seine Kreise. Für die Begleitumstände spielte er ein sehr veritables Turnier. Nicht nur, dass Lenny bisher wenig Turniererfahrung hat, musste er sein Mehrbettzimmer im Hostel mit schnarchenden Mädels teilen und wurde zudem, hilflos wie er ausschaut, von wildfremden Menschen ins Cafe gezerrt – incl. stundenlanger touristischer Vorträge. Drei Punkte und Platz 18 sind da wirklich ein respektables Ergebnis.

Wieder knapp am Podest ging es in der D-Gruppe vorbei. Hier spielte Peter (Klöpping, nicht Mecklenburg) und fand sich mit schlechterer Buchholz und 3,5 Punkten auf Platz 9 wieder. In jeder Runde gabs einen stärkeren Gegner. Da war es knapp.

In der E-Gruppe stapfte Leopold gerade wütend schnaufend aus dem Turniersaal, als der Autor dieser Zeilen an sein Brett eilte. Dummerweise gerade in dem Moment, als er aufgab. Platz 18 mit 3 Punkten – da hat er sich für die nächste Saison schon mal warm gespielt.

Zwischen letzter Runde und Galadinner gab es dann noch ein Blitzturnier mit respektablen 140 Teilnehmern. Hier erlebte Adrian seine goldene Stunde mit Platz 15 und und 5 Punkten. Man sieht, regelmäßiges Üben beim Vereinsblitz lohnt sich.

Leopold auf Platz 81 begann stark mit zwei Punkten, nullte aber die nächsten vier Runden durch, um am Ende nochmal zuzuschlagen. Da hätte es wohl zwischendurch ein Red Bull oder ähnliches gebraucht.

Lenny denkt bei seinen Partien gerne länger nach, was beim Blitz eher hinderlich ist. Und so stand Platz 90 zu Buche mit 3 aus 7 Runden.

Die Vereinswertung hat diesmal, im Gegensatz zu Travemünde, der SC Kreuzberg klar für sich entschieden. Es folgt „SC Rote Rüben Leipzig“ (muss wohl ein sozialistisches Überbleibsel sein), gleich gefolgt von unseren Club auf Platz 3:

3.Potsdamer SV Mitte135327.75
8.Werthmann, NilsB3.514.59.25
9.Klöpping, PeterD3.5138.5
18.Lenk, LennyC3136
18.Köchert, LeopoldE312.54

Wer nun Lust bekomme hat und auch mal eine DSAM spielen möchte, hier die Termine:

Potsdam ist leider Geschichte, aber Berlin ist mit dem Maritim an der Friedrichsstrasse gut erreichbar. Travemünde dagegen haben Teile unseres Vereins schon fest eingeplant.

Deutsche Einzelmeisterschaft – Kandidatenturnier

Vom 19. bis 25.07.2026 fand in Dresden die 97. Deutsche Einzelmeisterschaft (Kandidatenturnier) im Rahmen des Deutschen Schachgipfels statt.

Es handelte sich hier um meine dritte Teilnahme, leider ohne Trainer, da dieser kurzfristig abgesagt hatte.

Das Turnier fand im Internationalen Kongresscenter direkt neben dem Maritim-Hotel, in dem ich untergebracht war, statt. Das Turnier hatte 38 Teilnehmer, mein Startrangplatz war die Nummer 27. Am Ende des Turniers stand ich mit vier Punkten aus neun Runden auf dem 25. Platz.

Der Start begann nicht so gut. Ich musste gleich zweimal „hinter mich greifen“. Darauf folgten zwei Siege, u. a. gegen den letztjährigen Sieger der Offenen Deutschen Einzelmeisterschaft der Schachspieler mit Behinderung, Mario Born. Die weitere Phase des Turniers hatte einige langweilige Ergebnisse bei mir, wenn es auch keine uninteressanten Partien waren. In den Runden 5 bis 8 remisierte ich.

Am Freitag begann das Finale der DSAM. Hier traf ich dann auf einen Teil der Starter des PSV, wie Dave und Nils. Viel Zeit für Konversationen gab es nicht, da die jeweiligen Runden unterschiedlich begannen,

In der letzten Runde gab es die Chance für mich, dass Ergebnis meiner letzten Teilnahme zu verbessern. Leider gelang mir das gegen den sechsten FM des Wettbewerbs nicht und ich verlor.

Auch nach der letzten Partie gab es ein Problem, was dazu führte, dass ich nicht am Galaabend teilnahm. Im Allgemeinen sind Plätze für die Spieler vorgesehen, nicht nur von der Deutschen Meisterschaft, sondern auch beispielsweise von der DSAM. Hierbei war es bei meinen bisherigen Teilnahmen zusätzlich möglich, mehrere Karten für Begleitpersonen käuflich zu erwerben. Nach meiner Information haben etwa zehn Spieler des Kandidatenturniers (allgemein und Frauen) die Teilnahme am Galaabend abgesagt. Sicherlich gab es weitere Absagen durch die Spieler der anderen Turniere des Schachgipfels. Nach Aussage der Turnierleitung war es dennoch nicht möglich, Karten für mehrere Begleitpersonen bereitzustellen.

In der Nacht vor der Abreise gab es ein Vorkommnis, weswegen ich die Unterbringung in Dresden nicht vergessen werde. Gegen 0:30 Uhr kam es zum Feueralarm. Es wurden alle aufgefordert, das Hotel zu verlassen. Mehrere Feuerwehren rückten mit Blaulicht an. Der ganze Einsatz war dann nach etwa einer halben Stunde beendet und wir durften in die Zimmer zurück. Wie man es so kennt, verschließ ein Teil der Gäste diesen Alarm, Andere spielten nach Alarmende gegen 1:00 Uhr Schach in der Lobby.

Insgesamt war diese Meisterschaft eine ordentliche Erfahrung für mich. Ich freue mich auf zukünftige Teilnahmen mit hoffentlich besseren Leistungen meinerseits.

Mirko Eichstaedt

Faszination Schach im Sterncenter

Von 8. Juni bis 13. Juni gastierte die Tour „Faszination Schach“ mit dem Team von GM Sebastian Siebrecht im Stern-Center. Es ab täglich ein reichhaltiges Programm, darunter jeden Tag ein Blitzturnier und Simultanspiele gegen bekannte Spieler.

Zahlreiche Mitglieder unseres Vereins nutzten die Gelegenheit, einmal vorbei zu schauen und sich ans Brett zu sichern. Beim täglichen Blitzturnier galt es, die ersten beiden Plätze zu belegen. Am Samstag lockte dann das Masters.

Montag schauten Nils, Tigran und René vorbei. Für Nils lief es zweifellos am besten. Unser Meisterblitzer ließ auch hier nichts anbrennen und gewann soverän mit voller Punkeausbeute. Tigran fand sich auf Platz 3 wieder, René dahinter auf Platz 4.

Am Dienstag versuchten Michael und Steve ihr Glück. Michael landete auf Platz 3, leider keine Qualifikation.

Mittwoch machten nochmal Tigran und Michael mit. Und fanden sich in einen unerwartet starken Feld mit 18 Spielern wieder. Es wurde in drei Gruppen gespielt. Da störte es auch nicht, wenn man umringt von Zuschauern plötzlich gegen IM Carlstedt spielte. FM Peter Zackrisson musste gegen unseren „Schachrentner“ Tobias Röhr ran. Man kann sagen, er hat nichts verlernt und kann es noch. Wieder keine Quali für René und Tigran. Es gewann IM Jonathan Carlstedt, der eigenen Angaben zu Folge eigentlich nur seine Tochter zum Tanzen bringen wollte.

Man kann nicht jeden Tag ein Blitzturnier spielen. Deswegen wurde am Donnerstag ein Simultan eingeschoben gegen IM  Georgios Souleidis, auch bekannt als The Big Greek. Zur Teilnahme wurden 10 Plätze ausgelost. Tigran konnte einen solchen gewinnen. Auch René hatte Glück und rückte nach. Zwischen Tigran und Kenny Rauhut sitzend wurde der Fight betritten.

Coach Olli beäugte kritisch die Züge seines Schützlings Tigran, während Momme und Lenny die günstige Gelegenheit nutzten, um mit den Handy von René lustige Selfies zu machen.

The Big Greek pflügte soverän durchs Feld begleitet von launigen Kommentaren von GM Sebastian Siebrecht. Dieser sprach bei René von Fesselspielen auf f6, wo ein unglücklicher Springer stand, der alsbald das Feld räumen musste.

Gegen TBG hatte sich eine erfahrene Gruppe gesammelt, zumeist ältere erfahrene Vereinsspieler aus Potsdam und Umgebung. Zwei Spieler, die mit Onlineschach sozialisiert wurden, mischten ebenfalls mit. Tigran war mit 15 Jahren der jüngste Herausforderer.

Als erstes musste René die Waffen strecken. Gegen den aggressiven Angriff von TBG fand er kein Mittel, wurde aber von IM Carlstedt tröstend auf den Rücken geklopft. Carsten Kühne und Steven als Zuschauer konnten die Partie leider auch nicht retten.

Tigran hielt etliche Züge mehr durch und fand sich in einen Turmendspiel mit einem Minusbauern wieder, was TBG souverän nach Hause holte. Und dann ging es Schlag auf Schlag. 9 Siege und ein Remis, TBG konnte zufrieden sein.

Das Sterncenter sponserte die Schachbretter, die jeder Teilnehmer mit nach Hause nehmen durfte. Natürlich verziert mit einem Autogramm von TBG, der fleißig Fotos mit den Autogrammjägern anfertigte.

Matthilde versuchte dann Ihr Glück beim abendlichen Blitz. Leider ist die Platzierung dem Autor dieser Zeilen nicht bekannt.

Am Samstag wurde es noch einmal hektisch. Nils war auf Reisen, sodass Tigran ins Finale nachrücken konnte. René ist eine beeindruckende Erscheinung und durfte daher trotz mangelnder Qualifikation auch mitmachen. Leon Sasse, Elias Vetter vom SV Babelsberg, Marc Lushchinskiy  von GG Potsdam und viele andere bekannte Gesichter mischten mit. Auch unser Momme hatte sich heimlich ins Teilnehmerfeld geschmuggelt und blitzte fleißig mit.

Für René ging es gut los, dann remisierte er sich durch und dann ging nichts mehr.

Tigran nutzte den Samstag schamlos aus, um den Fehltritt gegen René vom Mittwoch auszubügeln und mit diversen Mehrtürmen zurück zu schlagen. Zwischendurch blieben aber auch so einige Punkte liegen. 6 aus 11 Runden standen dann zu Buche, während René mit 3,5 Punkten eher die Bretter von unten oder hinten sah.

Bei Momme schien es ein Auf und Ab zu sein. Aber immer konsequent wurde auf den Sieg gespielt, da gab es gegen die erfahrenen Hasen auch mal eine Null. Aber ein solider Platz im Mittelfeld war ein tolles Ergebnis.

Eine tolle Schachwoche, die GM Siebtrecht mit seinem Team auf die Beine gestellt hat. Eine tolle Aktion, um Kinder für den Schachsport zu begeistern und in der Öffentlichkeit populär zu machen. Wer dies erleben will, hat vom 15. Juni bis 20. Juni im Ringcenter Berlin die Möglichkeit dazu.

33. Pfingstturnier in Plaue

Am 30.5 fand das 33. Plauesche Schnellschachturnier statt. Ein Turnier, wo mit einer Bedenkzeit von 15+0 gespielt wurde und was später noch zu einem kleinen und einem großen Drama führen wird (Es wurde mit analogen Uhren gespielt was bei einer Person zu ganz schön großen Problemen geführt hat).

Man hat in einem kleinen Einkaufszentrum gespielt. Es wurde mit René, Dave, Nils und Tigran eine 300 Kilometer Fahrt bestritten, wo gesungen (Voulez Vous von ABBA),diskutiert und die Ziele grob von jedem einzelnen festgelegt wurden. Nils und Dave wollten vorne landen und René und Tigran wollten eher im Mittelfeld mit ungefähr 4 Punkten landen.

Gurkentruppe vom PSV in Schwarz

Als unsere 4 PSV Vertreter ankamen, wurde direkt der Blick von einem Mitglied auf die Fleischerei gerichtet, wo satte 50€ ausgegeben wurden. Kurioserweise wurde bei der Eröffnung der Bratwurststand erwähnt der nun aufmachen soll.

Das kuriose daran war eben das es 10:30 Uhr war und der Stand um 12:30 Uhr schließen würde. Da René aber Thüringer ist, konnte er uns aufklären und sagte zu uns, das dies in Thüringen Gang und Gebe wäre.

Es waren 50 Teilnehmer in diesem Schachturnier. Angeführt wurde die Liste von FM Bernd Baum vom SK Marburg 1931. Nils und Dave waren auf Rang 9 und 7 vertreten, während René und Tigran auf Rang 35 und 37 vertreten waren.

Nun konnte das Turnier beginnen…
Kommen wir zuerst zu unserem Dr. Dave Möwisch. Dieser hat die erste Runde gegen eine rund 1680 DWZ nach Kämpfen und Ringen gewinnen können. Es folgten leider 2 Niederlagen. In der 4. Runde wurde Dave dann gegen René gepaart. René konnte Dave mit einer leckeren Bratwurst bestechen. Es wird sich auf ein Remis geeinigt.

Anschließend ist Dave noch einmal siegreich. Danach folgen 2 Niederlagen. Am Ende werden noch mal alle Kräfte gebündelt und die letzten 2 Spiele werden gewonnen was ihn auf 4,5 Punkte bringt und ihn Platz 26 beschert. Leider war dies nicht ganz sein Turnier, aber er wird sicherlich bei den nächsten Turnieren wieder besser abschneiden können.

Als nächstes sprechen wir über Tigran. Tigran hatte einen katastrophalen Start hingelegt. In der ersten Runde wurde er von einem Jugendlichen mit einer DWZ von 1982 DWZ komplett zerlegt. Die Runde darauf konnte souverän gegen eine 820 DWZ gewonnen werden.

Die dritte Runde war ein Auf und Ab der Gefühle. Tigran wählte eine solide Antwort auf die Caro Kann Variante, wo Tigran im Mittelspiel zwischenzeitlich einen Bauern gewinnen konnte, der ihm aber relativ schnell wieder abgezogen wurde. So kam er in ein Turmendspiel, wo Tigrans Gegner einen Bauern mehr hat, aber Tigran einen Freibauer am Rand hat was sehr gute Remischancen bietet.

Es wurde ja am Anfang ein Problem angesprochen und dieses war, das Tigran diese Uhr nicht richtig lesen konnte und dieses Blättchen, was ab irgendeinem Punkt fällt, nicht wirklich beachtet hat. Und wie es kommen musste, verliert Tigran plötzlich auf Zeit und verliert die Partie. Die 4. Runde war hart umkämpft, aber auch die verlor er. Also ging es schonmal richtig schlecht ins Turnier los.

Doch danach kam der Wille und Mut in ihm hoch und besiegte einen wertungslosen Gegner, 2 1860er und einen 1900, weswegen er auf einmal bei 5/8 stand, was er nach seinem unfassbar schlechten Start nicht gedacht hätte.

So ging es auf in die letzte Runde gegen Robin Jacobi von SV Empor Erfurt. Tigran hatte wegen Robin Jacobis Zahl und dem Fakt das er die Nummer 2 des Turniers war sehr wenig Hoffnungen.

Tigran gegen Robin Jacobi in Runde 7

Doch es kam dazu, das Tigran und Robin Jacobi 20 Minuten lang eine ausgeglichene Partie gegeneinander gespielt haben. Nur das große Problem war die Zeit von Tigran, was ab irgendeinem Punkt dazugeführt hat, das Tigran 3 Bauern einstellte und dann folgerichtig aufgab. Trotzdem war es ein tolles Turnier von Tigran und er landete auf Platz 22.

Der PSV bei der Analyse über die Ergebnisse:

Kommen wir nun zum Fahrer René. Dieser ist ja gebürtiger Thüringer, weswegen er den einen oder anderen bei diesem Turnier kennt und nette Gespräche mit den Thüringern führt.

Die erste Runde verlor René leider schon nach 6 Zügen, weil er seinen Turm in der gegnerischen Läuferdiagonale stehen gelassen hat. René musste zu Kräften kommen, deswegen gab es eine schöne Bratwurst. Die zweite Runde konnte gegen einen Senior gewonnen werden, die Dritte gab es ein Remis. Wie schon angesprochen gab es dann in der vierten Runde den Doktor vor die Flinte, wo sich beide auf Remis einigten.

In der 5. Runde gab es ein umkämpftes Turmendspiel, was ebenfalls zum Remis führte, wo in der 6. Runde sich schon vor dem Spielen auf Remis geeinigt wurde. Die 7. Runde hat es René leider noch einmal erwischt, wonach er aber noch gegen einen Senioren gewinnen konnte. Die letzte Runde wurde René nach seinen Angaben von einer 1400 völlig überspielt, was dann zu einem Endergebnis von 4/9 führte. Das Resultat war der 32. Platz, was für ihn keine Schande, war er aber sich schon noch einen halben Punkt mehr gewünscht hätte.

Zum Schluss wollen wir auch darüber berichten, wie unser Vizepräsident Nils Werthmann das Turnier abgeschlossen hat. Er begann mit 2 überzeugenden Siegen und einem Remis in der dritten Runde. Danach hat er leider gegen einen Erwachsenen mit einem Kuscheltier an der Seite verloren, er während der Partie ständig brummte.

Danach wurde eine starke Serie von 4 Siegen gegen stärkere Gegner und den späteren Turniersieger. Nils war vor der 9. Runde mit seinem Gegner der einzige, der 6,5/8 vorzuweisen hatte.

Es waren aber noch 6 andere Spieler Nils und Markus Sauer auf den Fersen, weswegen jeder eigentlich dieses Turnier zu dem Zeitpunkt gewinnen könnte. Er einigte sich mit seinem Gegner relativ schnell auf Remis, weil er nicht damit rechnen würde, das alle 3 Partien mit einem Sieger gekürt werden würden, sondern sich mindestens ein Brett miteinander friedlich trennen würde. Dem war leider am Ende nicht so und Nils wurde von den 4 Leuten mit 7 Punkten auf den 4. Platz, was natürlich für ihn selber extrem ernüchternd war.

Einen Herzlichen Glückwunsch wünschen wir Daniel Ahmed vom SV Motor Zeitz für den Turniersieg und natürlich allen anderen Teilnehmenden für die jeweiligen Platzierungen.

Gute Stimmung vor der Siegerehrung

Es gab jedoch noch eine erwähnenswerte Sache und diese war das wir den 3. Platz unter den ganzen Vereinen vor Ort wurden und wir dadurch uns eine Flasche Sekt und eine Urkunde ergattern konnten. Einen Herzlichen Glückwunsch noch an den Ilmenauer SV und die SG Arnstadt für Platz 1 und 2.
Außerdem gab es ebenfalls für jeden Teilnehmer noch einen Sachpreis, weswegen wir noch ein paar schöne Sachen mit nach Potsdam nehmen konnten.

Das war die diesjährige Ausgabe von dem Plaueschen Schnellschachturnier. Ich bin mir ziemlich sicher das wir nächstes mit der selben Truppe oder auch mit anderen Gesichtern aus unserem Verein antreten können und wieder alles geben können.

Wir möchten noch dem ESV Plaue für die ganz tolle Organisation, das nette Personal,das Catering und dem schönen Ambiente danken.

Vielen Dank für diese tolle Organisation!

Tigran Kramer

Potsdamer Sommeropen 2026 -Deja vu am Brett

Die eine Stunde vor Rundenbeginn ist wie die ruhige Stunde des Sonnenaufgangs am Meer. Wenn man allein und doch gemeinsam vom Tosen der Wellen umgeben am Strand sitzt.

Nur, das man hier beim Catering sitzt. Es ist 8.00 Uhr morgens. Die Spieler sind noch nicht da, werden aber bald eintreffen. Der Spielsaal ist angerichtet, die Uhren gestellt, die Auslosung hängt aus. Das Catering hat Kaffee gekocht, die Mettbrötchen (mit Butter!!!) sind geschmiert. Zeit, für die Schiris und das Catering mal durchzuatmen und die Stille zu genießen, ehe der stürmische Tag losgeht.

Tag 3 – bisher verlief es harmonisch. Keine Streitfälle, was zweifellos auch an den Schiedsrichtern liegt. Die einfühlsam sind und mögliche Konflikte schon früh entschärfen. In dem sie böse gucken und klare Grenzen aufzeigen (Nils, sieht aus wie ein schüchterner Quarterback), indem sie mit sanfter Stimme diplomatisch mit den Spielern reden (Paul der einfühlsame Schiri) oder mit einer Mischung aus Nonchalance und weiblicher Intuition reagieren (Ina, die gute Seele des Backoffice).

Ina die Gand Dame des Schiribüros

Gespielt wurde natürlich auch. So mancher dürfte ein Deja Vu am Schachbrett erlebt haben. So gab und gibt es viele Vereinspaarungen. So jammert der Vereinsnachwuchs, er habe schon den 3. PSVler hintereinander bekommen. Der Autor dieser Zeilen spielt am Nachmittag eine Partie bis zum 14. Zug nach, die er schon mal zwei Tage zuvor gespielt hatte. Nur mit dem Ergebnis, dass der Gegner diesmal besser Schach spielen konnte.

Nun wird es vor der letzten Runde spannend, wer wird das Turnier gewinnen? Am dritten Spieltag wurde jedenfalls ordentlich durchgemischt. Es gibt keinen Spieler mehr mit einer weißen Weste. Die Tabelle führt ein Trio mit 5,5 Punkten an – FM Jasper Holtel gefolgt von CM Mirko Eichstaedt (vom PSV Mitte) und Valentin Udelnov (Potsdam Babensberg).

Dahinter gedenkt ein weiteres Trio mit jeweils 5 Punkten in den Titelkampf einzugreifen – CM Raphael Kracht, Adrian Faust (spielt das Turnier seines Lebens) und Niclas Rohde.

FM Johannes Tschernatsch verlor in der sechsten Runde auf Zeit gegen CM Mirko Eichstaedt. Da halfen auch die snackigen Reiskekse nix. Valentin konnte sich durch drei Siege in Folge wieder an die Spitze pirschen.

Spitzenpaarung heute ist FM Jasper Holtel gegen Valentin Udelnov. Aber wer weiß, vielleicht ist am Ende CM Mirko Eichstaedt, der gegen Niclas Rohde heran muss, der lachende Dritte.