Daumen drücken für Mirko

Große Bühne – Unser Mitglied Mirko Eichstaedt vertritt Deutschland bei der Europameisterschaft im Blindenschach, der Classic IBCA European Individual Chess Championship 2026. Gespielt wird auf Kreta. Die klassische Meisterschaft läuft vom 13. bis 23. Oktober über neun Runden, im Anschluss folgt vom 23. bis 25. Oktober noch die Schnellschach-EM.

Mirko reist als amtierender Deutscher Meister im Blindenschach an, ein Titel, den er nicht zum ersten Mal trägt. Wie stark er international mithalten kann, hat er bereits gezeigt: Bei der letzten Weltmeisterschaft verpasste er die Bronzemedaille nur knapp und belegte einen hervorragenden vierten Platz. Auch auf Kreta zählt er zu den Favoriten. Im Feld von 44 Spielerinnen und Spielern aus ganz Europa ist er mit einer Elo-Zahl von 2223 an Position 4 gesetzt. Die erste Runde ist bereits gespielt, es geht also gerade erst richtig los.

Ganz allein ist Mirko auf Kreta übrigens nicht: Nils Werthmann, Vizekanzler des Potsdamer Schachverein Mitte, ist als Coach mitgereist. Er unterstützt Mirko bei der Vorbereitung auf die einzelnen Runden und hält ihm vor Ort den Rücken frei. Außerdem berichtet Nils live vom Turnier, sodass wir in Potsdam hautnah dabei sein können, wenn Mirko um Punkte und Platzierungen kämpft.

Verfolgt das Turnier und drückt Mirko fest die Daumen! Paarungen, Ergebnisse und den aktuellen Tabellenstand findet ihr hier:

👉 Classic IBCA European Individual Chess Championship 2026 auf Chess-Results

Wer Mirko besser kennenlernen möchte, dem legen wir den Podcast „Turnierruhe! Talks“ ans Herz. In Folge 6, „Blind am Brett mit vollem Durchblick“, erzählt Mirko, wie er zum Schach und zum Vereinsschach kam, wie ein Blindenschachbrett funktioniert, welche Hilfsmittel blinde Spieler nutzen und wie er die Weltmeisterschaft erlebt hat.

🎧 Turnierruhe! Talks #6 – Blind am Brett mit vollem Durchblick

Lieber Mirko, der ganze Verein ist in Gedanken mit am Brett. Viel Erfolg, gute Partien und eine tolle Zeit auf Kreta!

Blitz im September – Favoriten gewinnen

Am 25.9.2026 traf man sich wieder einmal zum Blitz, 20 Mann und zwei Damen kreuten die Klingen. Hier die Ergebnisse:

https://s1.chess-results.com/tnr1513585.aspx?lan=0&art=1&turdet=YES&SNode=S0

Warum dort steht, dass es nur ein Testturnier ist und nicht real gespielt wurde, weiß nur der Entwickler von Swiss Chess. Der dem Turnierdirektor des PSV vo eben erwähnten Blitzturnier den letzten Nerv geraubt hat, weil die Freischaltung eines Updates dieser wunderbar nervigen Software eben mal zwei Stunden gedauert hat.

Aber zum Spielgeschehen. Dave und Nils waren auf Reisen oder anderweitig abwesend, da waren es schon mal zwei TItelasprianten weniger. Auch Teile der älteren Jugend fuhren mit der Schule durch die Republick, sodass die Besetzung auch hier dünner war. Mit Adrian, Olli und Tyron, der FM jenseits seiner Primetime, waren aber einige gute Spieler da. Und diese bildeten dann auch das Siegertrio.

Der FM stärkte sich mit einem Bier und dann zog er durch mit 7 aus 7. Das macht ohm sonst nur Nils nach. Adrian und Olli können das nicht. Beide kamen auf 5,5 Punkte und landeten auf den Plätzen 2 und 3. Wobei man sich nichts schenkte. Beide verloren gegen Tyron und machten dann umständehalber untereinander Remis.

Bester Jugendlicher mit starken 4,5 Punkten auf Platz 5 wurde diesmal Joris. Von dem sah Tigran nur die Rücklichter. Gegen Tyron und dem Presidenten (vom PSV, nicht vom LSSB) musste er sich geschlagen geben. Gegen Dirk war ein Remis drin.

Dirk dürfte als bester Senior sehr zufrieden sein. Platz 6 und vier Punkte, gegen Tyron und Adrian dürfte man eine Niederlage verschmerzen.

Kurios war auch das Vater-Sohn-Gespann Wenta, die punktgleich auf den Plätzen 18 und 19 landeten. Wenigstens meinte es die Auslosung gut. Man wurde nicht gegeneinander gelost.

Am 30.10. wird mit dem Oktoberblitz fortgesetzt. Ab 18.30 Uhr sind Vereinsmitglieder und Gäste Willkommen.

11. Amateurcup der Berliner Schachfreunde

Schon zum 11. Mal fand der Amateur-Cup der Berliner Schachfreunde am 6.9. 2026 statt. Mitten in Schöneberg in einer ehemals verruchten Gegend, vor Jahren standen vor dem Spiellokal noch die leichten Damen und boten ihre Dienstleistungen an, wurde Schach gespielt.

Das besondere an den Turnier ist, das man nur mit einer Wertungszahl bis maximal 2000 Elo oder DWZ teilnehmen darf. Es spielen auch viele wertungslose Spieler mit, die jedoch keinesfalls zu unterschätzen sind. Das spart Frustrationen und sorgt schnell für spannende Partien. Der Zeitmodus 12+3 ist für Schnellschach sehr attraktiv und ermöglicht 9 Runden. Ein preiswerter Imbiss befriedigt auch kulinarische Bedürfnisse.

Vom PSV machten sich vier Spieler auf den Weg – René und Tigran, Max und auch Jurii, der sich langsam zum häufigen Turnierspieler mausert. Wie lief es denn so?

Tigran stand zum Schluss als einziger Potsdamer auf dem Podium mit dem 2. Platz U18. Er hatte neulich Geburtstag, daher war es das bald mit den Jugendpreisen. Mit Platz 17 (Startplatz 35) und 5,5 Punkten war das ein hervorragendes Ergebnis. Wobei Tigran wie ein alter Motor ist – hat immer Startschwierigkeiten, aber dann läuft es. So auch hier – die ersten 5 Runden gab es 3 Nullen und ein Remis. Dann wurde aber bis Runde 9 mit Siegen durchgezogen.

Jurii erzielte ebenfalls 5,5 Punkte und fand sich Dank der besseren Buchholz auf Platz 14 wieder. Dabei half René mit einem sinnlosen Opfer in Juriis Königsstellung auch fleißig mit. Gleich in Runde 2 kam es zur Vereinspaarung. Nach starken Auftakt gab es dann zwei Nullen. Dann zog Jurii aber durch. Schön nochmal ein Sieg in der letzten Runde gegen den starken Kreuzberger Gerhard Grob.

Frei nach dem Motto, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, wollte René schon nach der ersten Runde nach Hause fahren. Denn hier wurde er gleich ans 4. Brett gelost gegen die Nummer 4 des Turnieres Tobias Lenz von den Barnimer Schachfreunden. Man hatte sich schon einige Male am Brett gesehen. Es ging selten gut aus, aber diesmal schon. Es gelang René in einem schönen Endspiel, Tobias förmlich vom Brett zu fegen. Um so tragischer wurde die letzte Runde verloren. René wurde in besserer Stellung vom Gegner matt gesetzt. Und sah leider nicht, dass beim Gegner schon seit 40 Sekunden das Blättchen gefallen war. Was der zuguckende Tigran nur mit Augenrollen kommentierte. Dafür war René der einzige Titelträger im Teilnehmerfeld – Platz 21 mit 5 Punkten.

Auch Max sieht man erfreulicherweise öfters bei Turnieren. Zwei Punkte wurden als Ziel ausgeben, 2.5 Punkte und Platz 54 wurde es. In den ersten Runden wurden Max sehr starke Gegner zugelost, wobei gleich in der 3. Runde ein Remis gegen Michael Glienke ( 1756 DWZ) vom SC Kreuzberg gelang. Dann noch ein Sieg in Runde 5 und 8, ein passables Ergebnis.

Wer nachlesen will, hier die Ergebnisse:

https://s1.chess-results.com/tnr1490892.aspx?lan=0&art=1&rd=9&turdet=YES&SNode=S0

Der 12. Amateurcup findet am 5.9.2027 statt.

Vereinsblitz August 2026

Nach den Sommerferien sind sie dann doch wieder alle da. Von der ersten Schulwoche oder Arbeitswoche nach den Ferien oder Urlaub, je nachdem , völlig erschöpft schleppten sich 22 Spieler zum Blitzturnier.

Die erste Blitzgarde des Vereins, Adrian, unser Vereinschef nebst dem Nestor Bulli, weilten in Polen bei einem Schachopen. So machte sich mancher Hoffnung auf den Sieg. Der Blitzgott himself Nils tauchte doch überraschend auf. Und so manch anderer sorgte ebenso für Überraschungen. So fanden mit Leon und Elias auch zwei starke Babelsberger ihren Weg in unsere heiligen Hallen. Hier die Ergebnisse:

https://s1.chess-results.com/tnr1492890.aspx?lan=0&art=1&SNode=S0

Unser Blitzgott Nils kann es noch und gewann mit 6 aus 7 Punkten. Da muss sich Adrian in der Jahreswertung warm anziehen. Ein Remis gegen den Zweitplatzierten und ein Remis gegen Tigran, verloren wurde nix.

Auf Platz 2 kam Elias mit 5,5 Punkten. Er ist nicht nur im falschen Verein, sondern leistete sich in der dritten Runde auch eine Null gegen Anatoli. Dieser war offenbar gut erholt und noch in Ferienlaune und knallte die Figuren aufs Brett, dass es nur so krachte.

Einen seltenen Gast findet man dann auf Platz 3, Coach Oli mit 5 Punkten. Als starker Spieler ist er gern gesehen, Blitzen ist nicht ganz sein Ding. Heute waren ihm jedoch die Schachgötter hold. Zwei Nullen gegen Nils und Marcel gehen hier aber voll in Ordnung.

Bester Jugendlicher wurde heuer Tigran auf Platz 6 mit 4,5 Punkten knapp vor Leopold mit 4 Punkten auf Platz 7. Und das, obwohl Leopold im direkten Duell das bessere Händchen hatte und Tigran niederstreckte. Letztgenannter hatte dafür am Tag des Blitzturniers Geburtstag und wurde zur Motivation von der Vereinsführung mit einer spanischen Salami bedacht.

Den Rang des besten Seniors errang diesmal Andreas Hohloch auf Platz 17 mit 2,5 Punkten. Wer Andreas mal auf seinen Landgut besuchen möchte, er spielt dort gerne Schach und freut sich über Gäste.

Am 25.9.2026 um 18.30 Uhr wird im Vereinspokal weitergeblitzt. Gäste und Vereinsmitglieder sind herzlich Willkommen.

 Internationales Schachfestival „Krone der Drawsker Seenplatte“

Urlaub oder Turnier?! Im Nachhinein schwer zu sagen. Es fing damit an, dass unser Präsident Steffen eine Einladung für ein Turnier aus Polen bekam. Vom 28.09 -29.09 sollte es stattfinden.

Dafür suchte er natürlich gleich Verstärkung, moralisch und spielerisch. Die fand er in mir (Adrian) und Wolfgang Bullert.

Am Freitag ging die Reise los. Nachdem Steffen zuerst mich, dann Wolfgang eingesammelt hatte, ging es mit Viel Tatendrang nach Polen. Das Turnier sollte in 4 Gruppen ausgetragen werden. In Gruppe A sollte sogar ein FM spielen. Da wurde schon im Auto überlegt, wer sich ihn wohl vornehmen möchte. Niedliche 20 Spieler sollten es insgesamt werden in unserer Gruppe. Wir waren nach dem FM unter den ersten 5 gesetzt.

Irgendwann kamen wir dann gegen 20 Uhr im Hotel an, nachdem wir über Landstraßen und kleine Wäldchen gefahren waren, die ein wenig an Stephen King Bücher erinnerten.

Erster Eindruck: Tolles Hotel, genau am Wasser gelegen. Ansonsten hatte das kleine Örtchen nicht viel mehr zu zeigen. Nach dem einchecken, wobei unser Präsident seine Polnisch Kenntnisse vorführen konnte, ging es direkt ins Hotel Restaurant. Nach einer Stärkung und eventuell 1-2 Drinks ging es für ein paar Trainings- Blitzpartien noch aufs Hotelzimmer. Vorbereitung ist schließlich alles und mit einem Cocktail hat man schon immer mehr am Brett gesehen.

Samstag früh ging es hungrig aber hochmotiviert zum Frühstück. Die Polen verstehen etwas von gutem Essen. Nach dem Frühstück hätte man schon ein Nickerchen gebrauchen können.

Dann ging es nach einer kurzen Einführung auf Polnisch und Englisch los mit der ersten Runde. Aber was ist das?! kein FM zu sehen in der Liste und anstatt 20 sind es nur noch 13 Spieler in Gruppe A. Böse Zungen würden behaupten, es waren nur Platzhalter. Vielleicht hat der FM morgens auch nicht mehr aus dem Restaurant herausgefunden, wer weiß…

Steffen und Wolfgang waren nun an 3 und 4 gesetzt und ich an 1… Manno, Erfolgsdruck kann ja nur helfen.

Steffen fertigte seinen Gegner schnell ab und suchte nach gefühlt 30 min wieder die Kaffeemaschine. Wolfgang spielte relativ lange eine kämpferische Partie, was einen halben Punkte einbrachte. Ich durfte gegen jemanden spielen, der mit seinem Vater nicht nur hier zusammen spielte, sondern auch vor 7 Jahren bei unserem Sommeropen unterwegs war, Zufälle gibt es.

Nachdem mein Gegner in Zeitnot eine Qualle gab, ging es schnell bergab und ich durfte auch einen Punkt einsammeln.

Während der Partie wurden im Turniersaal Wasser, Saft und sogar Gebäck geboten  und auf der Terrasse sogar belegte Brote etc. Das half über die lauten Kinder und Erwachsenen der anderen Gruppen und den Mikrofon Durchsagen während unserer Partien hinweg.

In der zweiten Partie durfte Wolfgang gegen meinen Erstrunden Gegner ran und übersah in besserer Stellung leider ein Qualitätsopfer. Steffen opferte inzwischen auf h7 rein und suchte kurze Zeit später wieder zufrieden die Kaffeemaschine. Ich durfte gegen einen 18 Jährigen gut trainierten Polen ran. Nach sehr langen Kampf und auch ein wenig (oder viel) Glück holte ich mir den nächsten Punkt.

Nach langer Pause (3min) setzte ich mich wieder ans Brett zur Runde 3 und auf einmal saß Steffen vor mir am Brett – Vereinsturnier in Polen. Nachdem Steffen mit allen Bauern in seiner Lieblingseröffnung nach vorne stürmte, gab ich zähneknirschend ein Bauern um aktiveres Spiel zu kriegen. Da Steffen anstatt einer ruhigen Rochade sich für eine andere Variante entschied, bekam ich schnell gutes Spiel und nach ein paar Taktischen Einschlägen, konnte ich etwas überraschend den 3 Punkt einsammeln.

Wolfgang spielte lange gegen einen Nachwuchstalent, auf Diskussionen ob Junge oder Mädchen will ich lieber nicht eingehen. Am Ende kam ein halber Zähler heraus.

Später am Abend, als wir zufrieden und satt im Restaurant saßen, setzte sich das Vater – Sohn Gespann zu uns an den Tisch. Geschäftsideen und Ausführungen zur Russischen Schachschule wurden uns vorgestellt/ erklärt. Bevor uns jemand fragt, ja wir haben uns sehr darüber gefreut. Es dauerte deshalb nicht lange bis wir mit einem Drink flüchteten, ich meine natürlich uns zurückzogen um noch ein bisschen zu Blitzen und den Samstag Abend ausklingen zu lassen, ohne Monologe von „Software“ Entwicklern und GM`s

Sonntag nach dem Frühstück durfte ich gegen den GM ich meinte gegen den Vater des Gespanns spielen. Ähnlich wie der Sohn in Runde 1, opferte er die Qualle und fand den Faden nicht mehr. Der 4 Punkt für mich und durch die Monologe meines Gegners am letzten Abend eventuell ein wenig schadenfroh ging in die Pause vor Runde 5.

Steffen durfte gegen einen anderen hochtrainierten 18 Jährigen Polen spielen, der leider einen Zug mehr sah in einer Opfervariante, so musste unser Präsident die Waffen strecken.

Auch Wolfgang durfte gegen den Nachwuchs spielen. Ein junges Mädchen die so ehrgeizig war, das sie beim versehentlichen umwerfen des Königs den Schiedsrichter rief und den Punkt reklamieren wollte. So was hat man auch noch nicht gesehen. Am Ende lies sich Wolfgang aber nicht beirren und die Partie endete Remis.

In der 5 und letzten Runde durfte Steffen gegen meinen Gegner aus Runde 2 spielen. Nach langem Kampf kam er nicht über einen halben Punkt hinaus. Am Ende standen solide 2,5 aus 5 bei Steffen auf dem Konto. Auch Wolfgang sicherte sich noch einen halben Punkt, womit der Gegner Glück gehabt haben sollte. Am Ende befanden sich sich 2 Punkte auf Wolfgangs Konto.

Ich spielte gegen Steffens Gegner aus Runde 4 der hinter mir mit 3,5 aus 4 auf Platz 2 Stand. Nach spannender Partie nahm ich die 3fache Zugwiederholung und durfte mich über den Turniersieg in Gruppe A freuen.

Nachdem wir alle Spieler, Organisatoren und uns selbst beklatscht hatten ging es nach der Siegerehrung gegen 16.30 Uhr nach Hause.

Am Ende kann man nur festhalten, Tolles Hotel, Mega Verpflegung vor Ort und eine Turnierorganisatoren, die vielleicht noch nicht alles perfekt gemachten haben, aber sehr engagiert und sehr offen auch uns gegenüber waren. Klare Empfehlung für weitere Turniere des Veranstalters. Vielleicht taucht ja beim nächsten mal der FM auf.

Adrian Faust

Adrian heimst den Preis für den 1.Platz ein.

Der Präsident überlegt, ob eine Kaffeemaschine verlost wird.

Unser Nestor „Bulli“ hat auf- und abgeräumt.

Lichtenberger Sommer

Der Lichtenberger Sommer ist ein traditionsreiches internationales Berliner Schachopen des SC Friesen Lichtenberg. Die 22. Auflage wurde vom 8. bis 16. August 2026 auf der Trabrennbahn Karlshorst, Treskowallee 159, 10318 Berlin, ausgetragen.

Das Turnier gewann überraschend der erst zwölfjährige Karl Gersemann (TSG Oberschöneweide) mit 7,5/9 Punkten und besserer Wertung vor dem topgesetzten IM Emil Schmidek, ebenfalls 7,5 Punkte. Dritter wurde Bao Anh Le Bui mit 7/9. Insgesamt nahmen 220 Spielerinnen und Spieler teil, darunter auch vier Spieler unseres Vereins.

Valentin war der Bestplatzierte unseres Vereins. 12. Platz mit 6,5 Punkten sind ein Statement. Nach drei Siegen in Folge folgte eine kleine Durststrecke mit drei Remisen. Obwohl mal Remise gegen einen IM und FM Henrik Hesse als Erfolge sehen muss. Den einzigen Verlust gab es in Runde 8 gegen den Turniersieger. Da sollte der FM-Titel für Valentin bald möglich sein.

Auf dem Foto war die Stimmung bei Adrian noch gut. Im Turnierverlauf sank sie etwas ab. Mit Platz 73 und 5 Punkten spielte Adrian etwas unter seinem gewohnten Niveau. Nach zwei Auftaktsiegen und einen Remis fand er in der 4. Runde in FM Nelson Strehse seinen Meister. Vor Schreck wurde auch gleich die 5. Runde vergeigt. Nach einem aufmunternden Besuch beim Griechen nach der 8. Runde gab es zum Schluss ein versöhnliches Remis.

Der natürliche Feind des Schachspielers in Karlshorst ist die Sonne, die unbarmherzig ins Spiellokal schien. So trat René jede Runde bewaffnet mit Sonnenbrille und Vitamalz an. Der Stammfotograf des Lichtenberger Sommers erteile René schon mal den internen Spitznamen „Rambo“. Allerdings sah René nur gut aus, spielte aber nicht gut. Platz 182 mit 3 Punkten ist kein gutes Ergebnis. Aber das Bier mit den Gegnern nach der Runde hat geschmeckt.

Als Einziger aus der Vereinsjugend traute sich Tigran auf das glatte und gefährliche Parket eines 9-rundigen Opens. Und er musste feststellen, das ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Platz 207 und zwei Punkte sind zu wenig. Aber das will man machen, wenn das Gehirn noch im Ferienmodus ist. Oft stand Tigran in seinen Partien besser. Und am Ende fehlte das Quentchen Glück oder der Gegner packte doch noch eine Taktik aus, die dann den Punkt kostete. Bitter vor allem die dritte Runde, als Tigran 4,5 Stunden deutlich besser stand, aber der jugendliche Gegner von Oberschöneweide das Bauernendspiel für sich entschied.

Sicher wird das Turnier auch wieder in den Sommerferien 2027 stattfinden. Etwas unglücklich war die terminliche Überkreuzung mit dem Kreuzberger Sommer.

Die Bilder wurden freundlicherweise von https://lichtenberger-sommer.de/ vom SC Friesen-Lichtenberg e.V. zur Verfügung gestellt.

Vereinsblitz Juli 2026

Auch das Blitzturnier ist im Sommerloch. Die meisten Vereinsmitglieder sind im Urlaub und spielen dort hoffentlich auch etwas Schach. Dennoch fanden am 31.7.2026 stolze 16 Schachfreunde den Weg ins Spiellokal, um sich beim Blitzschach zu duellieren. Hier die Ergebnisse:

https://s2.chess-results.com/tnr1477889.aspx?lan=0&SNode=S0

Die Ergebnisse, sagen wir mal, sind interessant. Wird es da etwa einen neuen Jahressieger geben? Haben wir einen neuen Schachbullen in unseren Reihen? Es sieht so aus. Der begeisterte Cocktailtrinker Adrian marschierte mit 7 Punkten ungefährdet auf Platz 1.

Unsere Blitzmaschine Nils leidet offenbar weiterhin unter einen gewissen Motorschaden. Schwächelte er doch schon in den letzten Monaten. Und musste diesmal einen Punkt gegen Adrian und einen halben gegen Lennart abgeben.

Letztgenannter Lennart ist ein gerne gesehener Gast bei uns und lief ebenfalls mit 4,5 Punkten, aber der leicht schlechteren Buchholz auf Platz 3 ein. Gleiches Bild wie bei Nils, den Verlust gab es nur gegen Adrian.

Bester Jugendlicher wurde diesmal Leopold, auch genannt der furchtlose Leo. Offenbar hat er beim DSAM-Finale in Dresden Blut geleckt und fällt überhaupt in letzter Zeit durch gutes Schachspiel auf. Ebenfalls 4,5 Punkte und Platz 4 musste er nur gegen Nils und Adrian die Waffen strecken. Da erwächst den Tigran als bisher führenden Jugendlichen Konkurrenz um die leckere Räuchersalami, die als Jugendpreis verliehen wird.

Mit Paul Tennigkeit durften wir auch mal wieder einen Gast aus dem fernen Torgelow begrüßen. Der Nordmann schwächelte diesmal aber etwas und belegte mit 3.5 Punkten den 8. Platz.

Dies auf jeden Fall vor unseren Präsidenten Steffen auf Platz 9, der zweifellos ein guter Blitzer ist, allerdings selten an einem Freitag Abend. Wo die Jugend gnadenlos zuschlägt und den Schachsenioren ab 40 Jahren aufwärts zeigt, wo für gewöhnlich der Hammer hängt.

Wer nun Lust hat, mitzublitzen, sollte sich den 28.8.2026 um 18:30 Uhr vormerken. Hier werden sich ganz neue Chancen bieten. Den Präsidenten haben wir vorsichtshalber mit Adrian zu einem Schachturnier nach Polen entsandt. Auch unsere Schachmaschine Nils hat anderweitig zu tun. Aber vielleicht wird unser „Doctorcito gordito“ das Rennen machen?

Schaut es Euch an. Gäste und Vereinsmitglieder sind Herzlich Willkommen.

Vereinsblitz im Juni 2026

Am 26. Juni 2026 wurde wieder einmal im Vereinspokal geblitzt. 20 Spieler fanden den Weg in den Turniersaal. Hier die Ergebnisse:

https://s2.chess-results.com/tnr1476034.aspx?lan=0&SNode=S0

Ganz vorne lag mit Kristof diesmal ein Senior. Offiziell ist er ein Senior, spielerisch aber eher noch ein Jungspund. 6 Punkte und die bessere Buchholz reichten zum Sieg. Nur gegen Adrian wurde ein Punkt abgegeben.

Eben dieser Adrian, das lange verkannte Blitzstar unseres Vereins, aber nun seit Monaten auf der Erfolgsspur, lief auf Platz 2 ein. Mit ebenfalls 6 Punkten und einer schwachen Phase in der letzten Runde. Da ließen dann wohl doch die Kräfte nach und der kleine Anatoli holte sich den Skalp des Meisters.

Selten sieht man unsere Jugendcoaches bei einem Blitzturnier. Aber wenn sie da sind, legen sie los. Diesmal war es Oli, der erst die Jugend coachte und dann den Gegnern mit 5 Punkten zeigte, wo der Hammer hängt. Nur gegen den Erst- und Zweitplatzierten musste ein Punkt abgegeben werden.

Ein ungewohntes Bild zeigte sich auf Platz vier. Hier verweilte ein Schachspieler, den man hier her selten sieht. Der willig ist und dann doch, weil er so nett ist, den Gegnern die Punkte schenkt. Auf Platz 4 mit 5 Punkten fand sich Steffen Bernhöft wieder.

Nicht so fit war wohl Nils Werthmann. So wird das aber nichts mit der Jahreswertung. Nur vier Punkte und Rang 6, ein ungewohntes Bild – auch wenn die Punkte gegen das Siegertrio abgegeben wurden.

Wo ist nun eigentlich die Jugend? Diese hatte offenbar im Juni nichts zu melden und war gedanklich schon in den Sommerferien. Anatoli sticht auf Platz 5 heraus, sonst diesmal eher solides Mittelfeld.

Auch in den Sommerferien wird natürlich geblitzt – immer am letzten Freitag um 18.30 Uhr im Monat. Gäste sind herzlich Willkommen.

Vereinsblitz Mai 2026

Am 29. Mai starte man mit einer Rekordzahl von 26 Teilnehmern beim Blitzturnier in den Frühling im schönen Wonnemonat Mai, wobei eigentlich der Frühsommer schon in den Startlöchern steht, man sich aber gleichzeitig noch vom Potsdamer Sommeropen erholen musste.

Dies war ein Turnier, wo die Welt wieder in Ordnung ist und die Dinge, im Gegensatz zu den überraschenden Ergebnissen im Mai, wieder gerade gerückt wurden:

https://s1.chess-results.com/tnr1468490.aspx?lan=0&art=1&SNode=S0

Es gewann unser Blitzgott Nils mit 6,5 Punkten. Das Remis gab es gegen den starken Gast Lennart Quante vom SK Münster, der seinerseits mit 5,5 Punkten auf Platz 3 einlief. Die bessere Buchholz und diesmal bessere Form, ebenfalls mit 5,5 Punkten, hatte unser bekannter und allseits beliebter und überaus geschätzter Fidemeister Tyron Milare auf Platz 2. Nur gegen Nils musste er Federn lassen, der besser Blitzen als Schach spielen kann. Auch für Dave lief es runder als beim letzten Mal – Platz 4 mit 5 Punkten. Der Aprilsieger Adrian Faust dümpelte diesmal nur auf den 5. Platz herum.

Aber schauen wir mal ins Mittelfeld, was hat sich da denn so getan? Vorne im Mittelfeld fand sich diesmal unser jugendliches Trio Infernale mit Peter, Leopold und Tigran wieder – diesmal reichte es nicht für das Treppchen, aber für die Top Ten.

Auch hier wieder fand sich unser neues Mitglied Marcel Wienöbst. Spielen kann er, wie er beim Potsdamer Sommeropen bewiesen hat. Beim Blitzen läuft es auch schon gut, da kommt sicher noch mehr. Kurioserweise ist Marcel vermutlich weltweit der einzige Spieler, der zum Zeitpunkt des Turnieres mehr als 2000 Elo, aber eine DWZ von ca. 900 hatte. Da wird noch so mancher Gegner überrascht gucken.

Auch hinten tummelte sich eine wilde Mischung aus Nachwuchs, starken Spielern wie Lenny und unserem Vereinschef, dessen desaströse Blitzleistung wohl auf akuten Biermangel zurückzuführen ist.

Am 26. Juni wird dann weitergeblitzt. Und zum Halbjahr bietet es sich an, mal einen ersten Blick in die Jahreswertung zu werfen.

Vereinsblitz April 2026

Nach Ostern ergriffen am 24.4.2026 20 Spieler die Chance, nicht nach Eiern, sondern nach Punkten zu suchen. Gesucht wurde auch nicht unter den Tischen oder hinter den Schränken, sondern auf dem Schachbrett. Manche wurden mehr, andere dafür weniger fündig. Hier die Ergebnisse:

https://s3.chess-results.com/tnr1467849.aspx?lan=0&art=1&SNode=S0

Schachfreund und Dauersieger Nils Werthmann war anderweitig noch mit der Eiersuche beschäftigt und daher nicht anwesend. Eine günstige Gelegenheit für seinen Dauerrivalen Adrian Faust, der gerne den Jahressieg erringen möchte, zuzuschlagen. Das gelang auch mit Platz 1 und 7 Punkten. Einen ungeschlagenen Sieger gibt es selten.

Doch was macht die Konkurrenz? Unser FM und Jugendcoach Tyron Milare war von der Jugend und dem gegebenen Training offenbar noch verausgabt. Platz 4 und 4,5 Punkte – gegen Adrian ging ein Punkt flöten und drei Remis zeigen eine gewisse Friedfertigkeit und Erschöpfung.

Diesmal auch nicht an der Spitze zu sehen war der Schatzmeister des LSSB. Hier hockt er nicht auf Eiern, aber auf Kohlen. Heute dagegen war er freigiebig. So bekam sein Präsidiumskollege Michael Fuhr einen Punkt. Anatoli, der jugendliche Gangster, schlug auch zu. Und auch Tigran bekam was vom des Doktors Kuchen ab.

Aber wer war denn nun an der Spitze? Überraschend auf Platz 2 tummelt sich Michael Fuhr mit 5 Punkten. Der Altmeister hat gezeigt, er kann es noch. Nur gegen den Sieger wurde ein Punkt abgegeben, sonst wurde sich elegant mit Remisen und abwechselnden Siegen an die Spitze geschoben.

Auf Platz 3 hat wohl jemand sein Taktiktraining gemacht. War im März noch zu vermuten, ob es sich um eine Eintagsfliege handeln könnte, so hat sich Tigran Kramer nun an der Spitze festgebissen. Offenbar spekuliert er in der Jahreswertung auf den Jugendpreis, eine herrlich geräucherte Salami. Platz 3 mit ebenfalls 5 Punkten und der leicht schlechteren Buchholz.

Überraschende Ergebnisse – es bleibt abzuwarten, ob im Mai die Hackordnung wieder hergestellt wird, wenn der Blitzmeister himself Nils wieder mitwirkt.