Am vergangenen Sonntag, den 26.04., stand erneut das Pokalfinale auf Landesebene an (heutzutage im Final-Four-Format ausgetragen – Halbfinale und Finale an einem Tag). Wir durften dabei wieder als Gastgeber fungieren und die Teams aus Falkensee, Babelsberg und Barnim begrüßen. Mit diesen vier Mannschaften, darunter zwei Absteiger aus der Oberliga, war das spielerische Niveau erneut deutlich höher als in den vergangenen Jahren.
Turnierleiter Torsten Schröder führte gemeinsam mit Sascha Sarre souverän durch die spannenden Partien.

Der Schri studiert das Regelwerk.
Ein besonderes Merkmal des Pokal-Halbfinales ist, dass der Gegner erst kurz vor Spielbeginn ausgelost wird und ich zog dabei wohl das anspruchsvollste Los: die Schachfreunde aus Barnim.
Wir traten mit Mirko Eichstaedt, Oliver Röhr, Tyron Milare und Dave Möwisch an den Brettern 1 bis 4 an. Im anderen Halbfinale standen sich Babelsberg und Falkensee gegenüber. Nach kurzer Begrüßung ging es um 9:00 Uhr los.
Nach relativ kurzer Zeit einigten sich Mirko und sein Gegner Lorenz Beyer im Duell der Candidate Masters (CM) auf Remis. Oliver Röhr erreichte eine angenehme Stellung gegen Ben Beduschi und hatte zudem ungewöhnlich viel Zeit auf der Uhr. Bei Tyron verflachte die Partie zunehmend, ein Remis schien aus meiner Sicht unumgänglich. Nur an meinem Brett zogen gegen Clemens Beyer früh dunklere Wolken auf.

Oli konnte dann seine Partie gewinnen, was uns einen enormen Vorteil dank besserer Berliner Wertung verschaffte. Plötzlich stellte Tyron einen Bauern ein und das sichere Remis und der Mannschaftssieg sollte in deutliche Ferne rücken. Zwar kämpfte Tyron verbissen und erspielte sich sogar kleinere Remis-Chancen, aber Jannis Schulz konnte den Materialvorteil dann doch verwerten.

Nun bleib noch meine Partie beim Stand von 1,5:1,5. Ich erwischte keinen guten Tag und spielte mit Schwarz zu langsame Züge, was Clemens Beyer durch druckvolles, taktisches Spiel völlig verdient bestrafte. Somit verloren wir 1,5:2,5 und Barnim zog ins Finale ein, während wir noch um Platz 3 spielten.
Auch im anderen Halbfinale schnupperte Falkensee, die an allen Brettern DZW-mäßig unterlegen waren, an der Sensation, aber die erfahrenen Haudegen aus Babelsberg und die dazugehörige Jugend drehten das Spiel noch und gewannen ebenfalls 2,5:1,5.


Im Spiel um Platz 3 war beiden Mannschaften anzumerken, dass die Luft etwas raus war. Auch in diesem Match waren wir zahlenmäßig deutlich die Favoriten, was sich dieses Mal auch im Ergebnis widerspiegelte. Mirko, Oliver und ich konnten unsere Partien gewinnen, während Tyron ein Remis abgab. Somit zeigten wir noch einmal Moral und belegten durch einen deutlichen 3,5:0,5 Erfolg gegen Falkensee den dritten Platz.
Den Sieg holten sich die Schachfreunde aus Barnim, die sich im Finale auch noch gegen Babelsberg durchsetzen und somit Brandenburg, neben Babelsberg, auf deutscher Pokalebene vertreten werden. Wir wünschen beiden Vereinen viel Erfolg und werden in der nächsten Pokal-Saison wieder angreifen.
Dave Möwisch