Weihnachten 2025

Frohe Weihnachten, liebe Schachfreunde des Potsdamer SV Mitte! Möge diese festliche Zeit euch Ruhe schenken nach langen Turniertagen, spannende Partien statt Zeitnotdramen bringen und viele schöne Stunden am Brett – im Verein, zu Hause und überall, wo ein Schachspiel aufgebaut werden kann.

Heiligabend in der Zeppelin-Grundschule

Es war der 23. Dezember, und die Zeppelin-Grundschule lag still in der winterlichen Dunkelheit, nur ein schwaches Licht schimmerte aus dem Keller, dort, wo sich sonst jeden Freitag ab 18 Uhr die Schachfreunde des Potsdamer SV Mitte treffen. Obwohl der Club zwischen dem 20.12.2025 und dem 8.1.2026 offiziell geschlossen war, hatte der Hausmeister ausnahmsweise noch einmal die Tür geöffnet, „für ein kleines Weihnachtswunder“, wie er schmunzelnd sagte. Drinnen standen ein paar Bretter, Tannenzweige lagen auf den Tischen, und auf einem Demobrett war eine Stellung aufgebaut, die aussah, als hätte ein Weihnachtsengel selbst sie komponiert.

Die unsichtbare Runde

In dieser besonderen Nacht versammelten sich nicht nur die vertrauten Figuren aus den Mannschaftskämpfen, Blitzturnieren und Schnellschach-Open, sondern auch all die Geschichten, die im Laufe des Jahres in Magdeburg, Falkensee, Rüdersdorf oder im „Divan“ in Berlin geschrieben worden waren. Jeder Springerzug, jede feine Endspieltechnik und jeder hart erkämpfte halbe Punkt aus der Landesliga schien noch in der Luft zu hängen, als wollten die Partien sich für ein weiteres Jahr beim Verein bedanken. Selbst die DWZ-Zahlen der Mitglieder, die sonst auf der Webseite nüchtern gelistet werden, wirkten an diesem Abend wie kleine Orden, die leise glänzten, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

Weihnachtsgruß an alle Bretter

In Gedanken gingen die Mitglieder noch einmal durch die Saison: den gelungenen Auftakt der fünf Mannschaften in den brandenburgischen Ligen, die Vereinsabende mit 20 Teilnehmern beim Blitzturnier, das Jugendtraining ab 17 Uhr und die vielen Fahrten zu Turnieren, bei denen sie als Botschafter des Vereins auftraten. Dabei wurde eines deutlich: Ob Erstes Brett in der Landesliga, Nachwuchstalent im Jugendtraining oder Gelegenheitsspieler, der nur ab und zu vorbeischaut – alle gehören zu dieser Schachfamilie, die den Verein trägt. Die Figuren auf den Brettern mögen schwarz und weiß sein, aber die Gemeinschaft, die daraus entsteht, ist bunt, menschlich und herzlich.

Ein Matt auf die Sorgen

Als die Turmuhr draußen Mitternacht schlug, stellten sich die Mitglieder vor, wie im ganzen Land Schachfreunde ihre Bretter für ein paar Tage zur Seite legten, um Zeit mit Familie, Freunden und guten Geschichten zu verbringen – vielleicht sogar mit einem Blick auf die neuesten Turnierberichte des Potsdamer SV Mitte. Für einen Moment waren die Sorgen aus verlorenen Stellungen, verpassten Chancen und Zeitnotdramen wie mattgesetzt; übrig blieb nur die Freude am Spiel und der Stolz, Teil dieses Vereins zu sein. In dieser Vorstellung erhob der ganze Verein – von der Jugend bis zu den erfahrenen Turnierkämpfern – symbolisch den König und sagte: „Remis mit dem alten Jahr, Angriff mit dem neuen.“

Ausblick auf das neue Jahr

Bald wird die Tür im Keller der Zeppelin-Grundschule wieder aufschwingen, die Bretter werden neu aufgebaut, und das erste Vereinsblitz oder der nächste Mannschaftskampf 2026 wird die stillen Wochen beenden. Neue Berichte werden die Startseite füllen, von Turnieren, Mannschaftsrunden und besonderen Vereinsabenden, und wieder wird es Partien geben, die man so schnell nicht vergisst. Bis dahin wünscht der Potsdamer Schachverein Mitte allen Mitgliedern, Familien, Freunden und Gästen ein gesegnetes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und ein gesundes, erfolgreiches neues Jahr – am Brett wie im Leben

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