Es ist kaum zu glauben. Bei einer DSAM wird sonst Hinz und Kunz fotografiert. Aber beim Finale in Dresden vom 23.7. – 25.7., in den Schachgipfel integriert, wurde nicht einer unserer Vereinsvertreter fotografiert. Leider hat es auch keiner auf das Treppchen geschafft.
Aber es wurde mitgespielt. Und auch das Bier kam nicht zu kurz, wie inoffizielle Dokumente, die dem Autor dieser Zeilen zugespielt wurden, belegen. Dresden ist im Sommer eine sehr schöne Stadt, wenn auch manche Hotels mit 5 Sternen eine Enttäuschung sind – wie ebenfalls der Autor dieser Zeilen belegen kann. Denn er hat in einem genächtigt und würde dies nicht nochmal tun. Immerhin gab es Prossecco zum Frühstück.
In der A-Gruppe spielte von uns niemand mit. Gleichwohl waren hier zwei Potsdamer zu entdecken, darunter immerhin eine ehemaliges Vereinsmitglied:

CM Tiarks denkt, FM Tschernatsch ist noch optimistisch
In der B-Gruppe waren erfreulicherweise gleich drei Teilnehmer dabei. Welche Freude für Nils – er traf nicht nur den Bundestrainer (könnten Zwillinge sein), sondern nach einem durchwachsenen Turnier in Österreich die Punkte. Leider die leicht schlechtere Buchholz mit 3,5 Punkten und Platz 8 am Treppchen vorbei. Aber wenn Sandra Schmidt höchstpersönlich nach dem Ergebnis von Nils schauen will, ist das schon ein Ritterschlag.
Adrian spielte ein solides Turnier, mit 2.5 Punkten auf Platz 18. Zufrieden sah er nicht aus. Dave landete in dem engen Feld mit 2 Punkten auf Platz 32. Er wird sicher wieder in Bayern bei einem Turnier zuschlagen, wahlweise beim Turniersieg oder dem Begleitbier.
In der C-Gruppe drehte Lenny seine Kreise. Für die Begleitumstände spielte er ein sehr veritables Turnier. Nicht nur, dass Lenny bisher wenig Turniererfahrung hat, musste er sein Mehrbettzimmer im Hostel mit schnarchenden Mädels teilen und wurde zudem, hilflos wie er ausschaut, von wildfremden Menschen ins Cafe gezerrt – incl. stundenlanger touristischer Vorträge. Drei Punkte und Platz 18 sind da wirklich ein respektables Ergebnis.
Wieder knapp am Podest ging es in der D-Gruppe vorbei. Hier spielte Peter (Klöpping, nicht Mecklenburg) und fand sich mit schlechterer Buchholz und 3,5 Punkten auf Platz 9 wieder. In jeder Runde gabs einen stärkeren Gegner. Da war es knapp.
In der E-Gruppe stapfte Leopold gerade wütend schnaufend aus dem Turniersaal, als der Autor dieser Zeilen an sein Brett eilte. Dummerweise gerade in dem Moment, als er aufgab. Platz 18 mit 3 Punkten – da hat er sich für die nächste Saison schon mal warm gespielt.
Zwischen letzter Runde und Galadinner gab es dann noch ein Blitzturnier mit respektablen 140 Teilnehmern. Hier erlebte Adrian seine goldene Stunde mit Platz 15 und und 5 Punkten. Man sieht, regelmäßiges Üben beim Vereinsblitz lohnt sich.
Leopold auf Platz 81 begann stark mit zwei Punkten, nullte aber die nächsten vier Runden durch, um am Ende nochmal zuzuschlagen. Da hätte es wohl zwischendurch ein Red Bull oder ähnliches gebraucht.
Lenny denkt bei seinen Partien gerne länger nach, was beim Blitz eher hinderlich ist. Und so stand Platz 90 zu Buche mit 3 aus 7 Runden.
Die Vereinswertung hat diesmal, im Gegensatz zu Travemünde, der SC Kreuzberg klar für sich entschieden. Es folgt „SC Rote Rüben Leipzig“ (muss wohl ein sozialistisches Überbleibsel sein), gleich gefolgt von unseren Club auf Platz 3:
| 3. | Potsdamer SV Mitte | 13 | 53 | 27.75 | |
| 8. | Werthmann, Nils | B | 3.5 | 14.5 | 9.25 |
| 9. | Klöpping, Peter | D | 3.5 | 13 | 8.5 |
| 18. | Lenk, Lenny | C | 3 | 13 | 6 |
| 18. | Köchert, Leopold | E | 3 | 12.5 | 4 |
Wer nun Lust bekomme hat und auch mal eine DSAM spielen möchte, hier die Termine:

Potsdam ist leider Geschichte, aber Berlin ist mit dem Maritim an der Friedrichsstrasse gut erreichbar. Travemünde dagegen haben Teile unseres Vereins schon fest eingeplant.
Dieser Artikel gefällt dem Schachkid außergewöhnlich gut.