Die Saison unserer ersten Mannschaft in der Oberliga Ost 2 nähert sich langsam ihrem Höhepunkt. Dieses Wochenende stand für uns der vorletzte Doppelspieltag an – darunter auch das immens wichtige Kellerduell gegen Hoyerswerda um den Klassenerhalt. Wir konnten in Bestbesetzung antreten, während Hoyerswerda mit einigen Ersatzkräften auskommen musste. Bei beiden Mannschaften war deutlich zu spüren, dass es um viel ging, sodass es nach kurzer Abtastphase zu den ersten Punkteteilungen kam.
An Brett 5 konnte Carsten Hein gegen FM Günther Jahnel sicher ein Remis erzielen. Nils Werthmann bot seinem Gegner Jan Kregelin ebenfalls früh ein Remis an, das dieser annahm. Bei Carsten Kühne hielt sich die Stellungsbewertung gegen Rüdiger Schuh ebenfalls im Ausgleich, was beide veranlasste, sich auf ein Remis zu einigen. Mirko Eichstaedt am Spitzenbrett hatte zwar ein etwas schlechteres Endspiel gegen FM Ilya Spivak, jedoch gab es auch dort keinen klaren Gewinnplan für seinen Gegner, weshalb man sich auch in diesem Spiel auf ein Remis einigte. So stand es relativ zügig 2:2.
Der Spielverlauf dramatisierte sich nun zunehmend. Während ich mir eine deutlich bessere Stellung erarbeitete, waren die Lagen bei Oli, Tyron und Kristof deutlich unklarer. Oliver Röhr geriet gegen Andreas Wolf zunehmend unter Druck, hielt jedoch durch einen Freibauern die Stellung im Gleichgewicht, sodass auch an diesem Brett die Punkteteilung unausweichlich war. Währenddessen versuchte ich gegen Niklas Stark, meine vorteilhafte Stellung durch ein Damenopfer in einen vollen Punkt zu verwandeln. Mein Gegner erwiderte mein Damenopfer mit einem eigenen Damenopfer, wodurch die Stellung leider zum Remis verflachte. Tyron Milare führte am 2. Brett ein anspruchsvolles Turmendspiel gegen Vardan Hovsepyan, das jedoch von beiden Seiten nicht mehr gewonnen werden konnte. So spielte nur noch Kristof Illner gegen Roland Graf um den vollen Mannschaftssieg. Im Gegensatz zu den anderen Partien bot diese noch das größte Gewinnpotenzial in der Stellung. Mit wenig verbleibender Zeit auf der Uhr wollte dann aber keine Seite zu viel riskieren, und man einigte sich zum achten Mal an diesem Spieltag auf ein Unentschieden.
Somit endet das Kellerduell mit einem 4:4-Unentschieden, und der Kampf um den Klassenerhalt wird dadurch auf ein Fernduell vertagt. Während am Sonntag der Tabellenzweite, der USV TU Dresden II, auf uns wartet, muss Hoyerswerda gegen Babelsberg antreten.
Dave Möwisch