Schulschachmeisterschaft

Am 30. Januar 2025 fand die jährliche Schulschachmeisterschaft der Zeppelin-Grundschule und des Hannah-Arendt-Gymnasiums in Potsdam statt. Die Organisation und Durchführung übernahm wie gewohnt der Schachverein Potsdamer SV-Mitte im Rahmen seiner Kooperationen mit beiden Schulen.

Teilnehmer und Turniermodus

Im Vorfeld meldeten sich 83 Grundschüler und 7 Gymnasiasten an. Gespielt wurde in drei Gruppen:

  • Gruppe 1: Klassen 2 und 3
  • Gruppe 2: Klassen 4 bis 6
  • Gruppe 3: Gymnasium

Jede Partie hatte eine Bedenkzeit von 15 Minuten pro Spieler. Aufgrund zahlreicher Krankheitsfälle reduzierte sich die Teilnehmerzahl auf 26 Kinder in Gruppe 1, 40 Kinder in Gruppe 2 und 5 Jugendliche in Gruppe 3.

Turnierverlauf und Ergebnisse

Das Turnier verlief spannend, und einige Favoriten mussten unerwartete Niederlagen hinnehmen. Die Atmosphäre war konzentriert, fair und respektvoll – genau so, wie es im Schach sein sollte.

Ergebnisse:

  • Gruppe 1 (Klassen 2-3):
    1. Platz: Mariam Tokmoldina (3b) – 4,5 Punkte
    2. Platz: Marten Koden (3a) – 4,5 Punkte
    3. Platz: Hanna Tran (3a) – 4 Punkte
  • Gruppe 2 (Klassen 4-6):
  • Platz: Joris Bohn (4b) – 5 Punkte
  • Platz: Roman Shuvaev (6c) – 4 Punkte
  • Platz: Moritz Guthke (6b) – 4 Punkte
  • Gruppe 3 (Gymnasium):
  • Platz: Tigran Kramer (8.1)- 5 Punkte
  • Platz: Oskar Glaser (7.3) – 3,5 Punkte
  • Platz: Finn Schrader (7.3) – 2,5 Punkte

Weitere Platzierungen: Kamil Berndt (8.2) und Friedrich Nothnagel (7.3) jeweils 2 Punkte)

Siegerehrung und Ausblick

Die besten drei Spieler jeder Gruppe erhielten Pokale. Alle Teilnehmer wurden zudem mit Medaillen ausgezeichnet, die von den Schulleiterinnen, Frau Betty Bendyk und Frau Annika Buchholz sowie dem 1. Vorsitzenden des PSV-Mitte e.V. Steffen Bernhöft überreicht wurden.

Die Schulschachmeisterschaft war erneut ein voller Erfolg. Bei der Zeugnisvergabe am folgenden Tag wurden die Teilnehmer noch einmal gewürdigt. Die nächste Meisterschaft ist bereits geplant und wird wieder am Donnerstag vor den Winterferien stattfinden.

Der PSV-Mitte e.V., der die Schul-Schach-AG mit etwa 25 Kindern leitet, ist gespannt, wie viele Spieler im nächsten Jahr dabei sein werden. Der Präsident des Landesschachbundes Brandenburg e.V., der das Turnier unterstützte, zeigte sich begeistert und betonte die Bedeutung der Jugendarbeit für die Zukunft des Schachsports in Brandenburg.

Michael Fuhr
Turnierleiter und Hauptschiedsrichter, Präsident des LSBB e.V.

Deutscher Mannschaftspokal Vorrunde

Nachdem unsere erste Mannschaft nach vielen Jahren endlich wieder den Landesmannschaftspokal in Brandenburg gewonnen hatte, durften wir auch am Deutschen Mannschaftspokal, quasi dem DFB-Pokal des Deutschen Schachbundes, teilnehmen. Insgesamt 32 Mannschaften aus allen 14 Landesverbänden treten in 4er Mannschaften gegeneinander an. Zunächst geht es in die Vorrunde, in der jeweils 4 Mannschaften in Gruppen an verschiedenen Orten in Deutschland ihren Sieger ermitteln, der dann in die Zwischenrunde einzieht. Für uns ging es nach Hamburg, wo wir auf die Schachvereinigung Blankenese (6. Liga – Stadtliga A Hamburg), den Schach-Club Kreuzberg (2. Liga – 2. Bundesliga Nord) und den SK Norderstedt (3. Liga – Oberliga Nord-Nord) trafen. Zwar hatten wir eine gewisse Chance auf ein Weiterkommen, wenn wir in der ersten Runde auf Blankenese treffen würden, aber spätestens danach sollte mit Norderstedt und Kreuzberg Endstation für uns sein. So zumindest unsere Prognose. Für den PSV spielten Oliver Röhr, Tyron Milare, Nils Werthmann und Dave Möwisch, der als Fahrer und Mannschaftsführer fungierte. So fuhren wir ohne großen Druck und Erwartungen Richtung Norden und kämpften uns durch den zähen Hamburger Stadtverkehr.

In Blankenese angekommen, erwarteten uns freundliche Gastgeber, die mit ihrer Hamburger Gelassenheit alle 4 Mannschaften herzlich begrüßten. Zu den Besonderheiten des Pokals: Zum einen gibt es eine besondere Farbverteilung. Statt einer komplett alternierenden Farbverteilung wie im Ligabetrieb haben das erste und vierte Brett der Heimmannschaft Schwarz und das zweite und dritte Brett Weiß. Zum anderen gibt es die Berliner Wertung, die Siege an den vorderen Brettern höher bewertet als an den hinteren Brettern (Brett 1 = 4 Punkte, Brett 2 = 3 Punkte, Brett 3 = 2 Punkte und Brett 4 = 1 Punkt). Diese Berliner Wertung sollte für uns noch eine wichtige Rolle spielen.

Als Mannschaftsführer zog ich das wohl machbarste Los für uns, den SV Blankenese. Obwohl die Blankeneser Außenseiter waren, hatten sie doch an allen Brettern gestandene fast 2000er, was die Aufgabe für uns nicht zu einem Selbstläufer machen sollte. Wir spielten mit folgender Aufstellung:

PSV Blankenese

Oliver Röhr (2246) vs Eero Sell (2017)

Tyron Milare (2244) vs Thorsten Wennmann (1998)

Nils Werthmann (2019) vs Berthold Riering (1984)

Dave Möwisch (1961) vs Maximilian Reuter (1962)

Ich akklimatisierte mich gerade noch von der vierstündigen Autofahrt, als mein Gegner die Theoriezüge nur so rausblitze. Dabei brachte ich die Varianten des Londoner Systems durcheinander und musste schon früh einen Bauern geben. Mein Gegner spielte danach fehlerfrei weiter und wir lagen leider früh mit 0:1 zurück. Dafür sah es an den anderen Brettern deutlich besser aus. Nils Werthmann bestrafte das gierige Bauernfressen seines Gegners mit einer schön vorgetragenen taktischen Angriffspartie und glich aus 1:1. Tyron Milare erspielte sich im Turmendspiel einen Mehrbauern und ließ nur kurz etwas Luft am Sieg 2:1. Bei Oliver Röhr gab es schon in der Eröffnung ein taktisches Gemetzel, sein Gegner opferte Material für zu wenig Kompensation und Oli münzte den Vorteil in den dritten Sieg um. So gewannen wir, abgesehen von meiner bescheidenen Leistung, relativ souverän mit 3:1 gegen die Gastgeber aus Blankenese.

Mit diesem Sieg qualifizierten wir uns für die nächste Runde gegen den SC Kreuzberg, der sich mit einer taktischen Mannschaftsaufstellung und viel Kampfgeist gegen Norderstedt durchsetzen konnte. Nach erfolgreichem Einchecken im Hotel und einem unterhaltsamen Abendessen beim Vietnamesen wurde der Schlachtplan geschmiedet, um auch die favorisierten Kreuzberger ins Schwitzen zu bringen. Am Sonntag spielten wir dann mit folgender Aufstellung:

PSV SC Kreuzberg

Oliver Röhr (2246) vs Frederick Dathe (2267)

Tyron Milare (2244) vs Michael Strache (2275)

Nils Werthmann (2019) vs Constantin Vogel (2178)

Dave Möwisch (1961) vs Aaron Matthes (2241)

Dieses Berlin-Brandenburg Derby sollte einiges an Spannung bieten. Überraschenderweise standen Nils Werthmann und ich gegen nominell stärkere Spieler auf Gewinn, während Oliver Röhr und Tyron Milare in hochtaktische Partien verwickelt waren, deren Komplexität meine schachlichen Fähigkeiten deutlich überstieg. Nils Werthmann stellte seine vorteilhafte Stellung durch einen ungenauen Zug ein und musste seine Partie leider aufgeben 0:1. Doch dann die Überraschung. Bei Oliver Röhr wurde die Partie immer taktischer, aber er behielt wieder einmal den Überblick und sicherte so den so wichtigen Sieg an Brett 1 mit Schwarz! Fast zeitgleich konnte auch Tyron Milare seine Stellung zunehmend verbessern und hatte (wieder einmal) ein gewonnenes Turmendspiel auf dem Brett, was zum Sieg reichte. Damit stand es 2:1 und durch die Berliner Wertung standen wir bereits als Sieger fest. Ich war von den Ereignissen so überrascht, dass auch mir leider im 40. Zug ein taktischer Patzer unterlief und Aaron Mathes durch geschickte Endspieltechnik die Partie gewann. Aber das war dann auch egal. So schlugen wir auch den 2. Bundesligisten SC Kreuzberg und zogen völlig überraschend in die Zwischenrunde des Pokals ein. Besonders unsere beiden ersten Bretter Oliver und Tyron zeigten eine bärenstarke Leistung und gewannen alle ihre Partien. Somit geht es für uns nochmal auf Deutschlandtour und gehören schon jetzt zu den 16 besten Mannschaften Deutschlands im Pokal. In der Zwischenrunde sind auch die Viertelfinalisten des letztjährigen Pokals dabei, darunter Seriensieger OSG Baden-Baden und der amtierende Deutsche Meister SG Viernheim. Mal sehen, wohin die Reise geht.

Dave Möwisch

Oberliga Ost 2b – 2. Spieltag Potsdamer SV Mitte gegen den SV Görlitz

Nach der verdienten, aber etwas zu hoch ausgefallenen 2,5:5,5-Niederlage zum Auftakt der Oberliga Ost 2 im Stadtderby gegen Babelsberg (der Autor fand leider keine Zeit für einen Bericht) ging es mit einem Doppelspieltag in der „heimischen Arena“ weiter. Am Samstag ging es gegen einen der Staffelfavoriten, den SV Görlitz. Diese traten auch gleich zu zwölft in Sponsorentrikots an und ließen mit ihren tschechischen Spitzenspielern keinen Zweifel aufkommen, wer hier der Favorit war.

Doch der erste Punkt sollte uns gehören. Oliver Röhr an Brett 2 zeigte gegen IM Piotr Goluch seine Oberliga-Form und brannte ein taktisches Feuerwerk mit einem Einschlag auf g7 ab, den sein Gegner nicht mehr kontern konnte. 1:0. Leider blieb es vorerst bei diesem einen Punkt und Carsten Kühne musste an Brett 5 anerkennen, dass sein 200 Elo-Punkte stärkerer Gegner Marek Sykora mit seinem Läuferpaar einfach zu aktiv war. 1:1. Auch an Brett 1 hatte Tyron Milare mit dem beinahe 2400er IM Ondrej Svanda eine schwere Nuss zu knacken. Leider traf er mit den schwarzen Steinen die falschen Entscheidungen und musste sich am Ende verdient geschlagen geben. 1:2. Carsten Hein hatte an Brett 3 gegen Felix Schletter mit Schwarz eigentlich eine stabile Stellung, musste dann aber in der Zeitnotphase Material geben, was zur Aufgabe führte. 1:3.

Für einen kleinen Lichtblick sorgte Adrian Faust an Brett 8, der seinen Gegner Antonin Duda durch aktives Doppelspringerspiel schwindelig spielte und den Anschlusspunkt erzielte. 2:3. Heiko Schäfer hatte sich an Brett 7 gegen Zdenek Marsalek eine gute Stellung erarbeitet, verlor aber in zunehmender Zeitnot den Faden und musste sich seinem erfahrenen Gegner geschlagen geben. Da war leider mehr drin. 2:4. Ich spielte an Brett 6 gegen Vladimir Vltavsky, der ebenfalls sehr ehrgeizig wirkte und Remisangebote meinerseits mit energischem Kopfschütteln ablehnte. Aber es half nichts. Ich konnte das Turmendspiel mit einem Minusbauern remis halten. 2,5:4,5. Schließlich spielte Kristof Illner an Brett 4 gegen Jiri Vitak ebenfalls ein Turmendspiel mit mehreren Minusbauern. Kristof kämpfte wie ein Löwe, musste sich aber nach 5,5 Stunden seinem ratingstärkeren Gegner geschlagen geben.

So verloren wir „standesgemäß“ mit 2,5:5,5 gegen Görlitz, haben uns aber zumindest teuer verkauft. In der Oberliga weht eben ein anderer Wind als in der Landesliga. Nur einen Tag später wartet schon der nächste Kracher. Die „alten Rivalen“ aus Forst sind zu Gast und derzeit sogar Tabellenführer.

Dave Möwisch

Oberliga Ost 2b – 3. Spieltag SC Forst gegen Potsdamer SV Mitte

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Nur einen Tag nach der Niederlage gegen Görlitz stand der zweite Teil unseres Doppelspieltages gegen den SC Forst an. Unser letztes Aufeinandertreffen datiert aus dem Jahr 2022, als wir nach sicherer Führung in der Zeitnotphase noch 3 Partien abgaben, das Spiel verloren ging und Forst am Ende aufstieg. Alte Geschichten eben. Auch diesmal sollte es ein hochdramatisches Spiel werden, bei dem beide Mannschaften in Bestbesetzung antraten.

Leider erwischten wir gegen die Ostbrandenburger einen rabenschwarzen Start. Ich vergriff mich an Brett 8 gegen Waldemar Szylko völlig in der Eröffnung und musste zwei Bauern geben, die nicht mehr zu kompensieren waren. 0:1. Auch Kristof Illner an Brett 6 hatte gegen Grzegorz Dabrowski nicht seinen besten Tag und litt an Ideenlosigkeit im Mittelspiel. Sein Gegner konnte dies souverän ausnutzen und den nächsten Sieg einfahren 0:2. Zumindest Mirko Eichstaedt an Brett 1 konnte den Siegeszug der Forster zunächst stoppen und souverän das Remis gegen IM Nikolai Aliavdin halten. 0,5:2,5. Nils Werthmann an Brett 4 ließ sich durch geschickte Zugreihenfolge seines Gegners Piotr Jagodzinski in eine ungünstige Eröffnungsvariante locken und versuchte sich aus der Passivität zu befreien. Sein Gegner zeigte jedoch seine Klasse und konterte jedes Gegenspiel von Nils zum letztendlichen Sieg. 0,5:3,5.

Bis dahin sah alles nach einer herben Klatsche für uns aus. Doch die Mannschaft bäumte sich noch einmal auf und bewies Moral. Tyron Milare an Brett 2, der mit 3 Schwarzpartien einen schweren Start in der Oberliga hatte, konnte durch geschicktes Turmendspiel seinen ersten Saisonsieg einfahren. 1,5:3,5. Auch Carsten Hein an Brett 4 hatte gegen Ivan Pryvalov einen schweren Stand, spielte aber seine ganze Erfahrung aus und bestrafte das ungenaue Spiel seines Gegners im Turmendspiel. 2,5:3,5. Carsten Kühne an Brett 7 hatte sich gegen Ralf-Peter Stahr einen guten Mehrbauern erspielt. Leider konnte er diesen Vorteil in Zeitnot nicht halten und musste in eine dreifache Stellungswiederholung einwilligen. 3:4. Nun spielte nur noch Oliver Röhr gegen FM Rainer Kleeschätzky an Brett 3 um den Mannschaftspunkt. Nach wechselhaftem Spielverlauf konnte Oli schließlich im Springerendspiel einen Bauern gewinnen. Die Stellung war jedoch enorm komplex und die Stellungsbeurteilung wechselte im Minutentakt von „jetzt ist es gewonnen“ über „nur noch Remis“ bis hin zu „jetzt verliert Oli das noch“. Alle Spieler standen gebannt im Saal und fragten sich, ob Rainer Kleeschätzky das Endspiel in beiderseitiger Zeitnot noch würde halten können. Nach über 5 Stunden Kampf und unter tosendem Beifall für beide Spieler konnte der Forster das Remis halten und den Mannschaftswettkampf zu Gunsten der Forster entscheiden.

Es sollte nicht sein. Leider haben wir auch die dritte Begegnung in der Oberliga mit 3,5:4,5 gegen Forst verloren. Auch wenn es am Ende extrem bitter war, haben wir einfach den Start verschlafen und am Ende verdient verloren. Aber die Moral stimmt und ich bin optimistisch, dass wir im Februar die ersten Mannschaftspunkte einfahren, wenn es zweimal in die sächsische Landeshauptstadt geht.

Dave Möwisch

DSAM 2024 / 2025 in Potsdam

Nun schon zum 6. Mal fand im Potsdamer Kongresshotel am ersten Wochenende im Januar ein Qualifikationsturnier für die DSAM statt. Ich bin nicht sicher, aber ich denke zum ersten Mal, musste der Veranstalter einen Anmeldestopp Anfang Dezember 2024 verkünden. Am Ende traten 743 Schachspieler in den entsprechenden Gruppen an. Eine wahnsinnige organisatorische Leistung von dem Orga-Team und dem Kongresshotel wurde hier geleistet. Und das gelang ohne größere Pannen, zumindest ist mir nichts bekannt. Übrigens half auch der PSV mit. Wir stellten 80 Figurensätze & Uhren und viele fleißige SF vom Verein halfen beim Auf -und Abbau.

Das Turnier begann, nicht am Freitag, sondern am Donnerstag, 02.01.2025 mit einem Blitzturnier. Hier meldeten sich schon 150 SF an. Natürlich war auch der PSV beteiligt. Gespielt wurden 7 Runden. Oliver Röhr wurde mit 6 Punkten 5. Auf den 7. Rang landete Nils Werthmann mit 5,5 Punkten.

Endstand Blitz

Am Freitag ging es dann, mit nur einer kleinen Verspätung los. Gespielt wurde, wie immer, in 8 Gruppen Wenn ich richtig gezählt habe, spielten vom PSV 21 Spieler mit. Die ersten 7 qualifizierten sich für das Finale. Termin und Austragungsort sind aber leider noch nicht bekannt.

Gruppe G < TWZ 1200

In dieser Gruppe traten 137 SF an. Vom PSV waren mit Max Harrer; Tigran & Henri Kramer und Svetlana Grinman 4 Spieler am Start. Natürlich ist das eine Gruppe, wo es hauptsächlich darum geht, erste Erfahrungen im Turnierschach zu sammeln. In der ersten Runde kam es gleich zum Duell Tigran – Henri. Die Partie endete Remis. Mir ist hier nicht bekannt, ob da etwas abgesprochen wurde. Max konnte sich über ein stattliches plus an DWZ-Punkten freuen.

Hier die Ergebnisse:

32. Henri Kramer: 3,5 Punkte

43. Svetlana Grinman 3 Punkte 83. Tigran Kramer 2 Punkte 109. Max Harrer 1,5 Punkte aus 4 Partien

Gruppe F TWZ 1201 – 1450 107 Teilnehmer

In der Gruppe F spielten 107 Teilnehmer mit und vom PSV 6 Spieler. Die Ergebnisse sind recht unterschiedlich. So kann sich Lucas über ein stattliches plus an DWZ-Punkten freuen, während Manfred einige verloren hat. Um ganz vorne mitspielen zu können, hat es wohl bei niemanden gereicht. Was mir ein wenig auffällt, ohne das ich die Partien gesehen habe. ist die relativ hohe Anzahl an nicht entschiedenen Partien. So etwas sieht man normalerweise in den höheren Gruppen, während z.B. in der Gruppe F sehr lebendiges Schach mit entschiedenen Partien gespielt wird. Toralf blieb ungeschlagen, während es Peter leider in der letzten Runde noch erwischt hat.

Hier die Ergebnisse unserer Spieler:

14. Toralf Beitz 3,5 Punkte 29. Lucas Evers 3 38. Mathilde Schönknecht 3 54. Peter Mecklenburg 2,5 80. Martin Kummer 2 96. Manfred Partsch 1

Gruppe E TWZ 1451 – 1600 108 TN

In dieser Gruppe spielten Anatoli & Zidanta mit. Beide spielten solide mit, holten 3 bzw. 3,5 Punkte. Zidanta kann sich auch noch über einen ordentlichen Zuwachs bei seiner DWZ freuen.

14. Zidanta de Long Habermann 3,5 Punkte 36. Grinman, Anatoli 3 Punkte

Gruppe D TWZ 1601 – 1750 143 TN

Die Gruppe D hatte die meisten TN. Vom PSV spielten 4 SF mit. Eher mit mäßigen Ergebnissen. Nur Jonathan fällt da etwas raus. Er holte zwar auch „nur“ 2,5 Punkte, aber der gewinn von 77 DWZ Punkten, wird seinen Ärger sicher etwas besänftigen. Er hatte einfach nur stärkere Gegner gehabt und dann sind 50 % natürlich auch ein gutes Resultat.

65. Michael Fuhr 2,5 Punkte 78. Jonathan Franz 2,5 Punkte 110. Leopold Köchert 2 Punkte 117. Rene Kellner 1,5 Punkte

Gruppe C TWZ 1751 – 1900 119 Teilnehmer

In dieser Gruppe starteten 119 SF, der PSV spielte mit Susanne & Andreas hier mit. Susanne startete mit 2 Unentschieden eigentlich recht gut in das Turnier, danach lief aber nichts mehr zusammen. Es gab eine lange Rochade. Was ich durchaus erstaunlich fand. Immer wenn ich auf das Brett geschaut hatte, stand Susanne eigentlich recht vernünftig da. Aber wenn der Wurm drin ist, geht halt alles irgendwie krachen.

Andreas holte 4 Punkte und verlor keine Partie. Hier war aber doch das ein oder andere Mal das Glück auf meiner Seite.

7. Andreas Greber 4 Punkte 110. Susanne Röhr 1 Punkt

Gruppe B TWZ 1901 – 2100 93 Teilnehmer

In dieser super starken Gruppe versuchten sich Adrian und Dave. Dave erwischte ein super Turnier. Er gewann die ersten 3 Partien. Leider ging die 4. Runde verloren, zum Abschluss gab es noch ein Remis. Damit kletterte Dave über die magische Marke von 2000 bei der DWZ.

11. Dave Möwisch 3,5 Punkte 75. Adrian Faust 1,5 Punkte

Gruppe A TWZ 2101 – 2300 37 TN

In der Königsgruppe spielte Mirko mit. Und er erwischte ein erfolgreiches Turnier. Er begann mit 3 Unentschieden und gewann die letzten beiden Runden. Zum Glück für seine Konkurrenten in der Gruppe, war damit das Turnier beendet. Wer weiß, was passiert wäre, wenn das Turnier mit 7 Runden ausgetragen worden wäre.

Am Ende reichte es für Platz 8 und damit auch für die Qualifikation für das Finale.

Das Fazit fällt bei mir etwas zwiespältig aus. Wir hatten, außer Dave, niemanden gehabt, der wirklich um Platz 1 mitspielen konnte. Das wirkt alles sehr solide, aber eben auch nicht mehr. Letztlich spiegelt sich das auch in der Vereinswertung wider. Konnten wir letztes Jahr diese noch recht deutlich gewinnen, wurden wir dieses Jahr nur 9.

Insgesamt war es aber wieder ein schönes Turnier und es bleibt zu hoffen, das dies nächstes Jahr wieder in Potsdam stattfinden kann. Wird dann evtl. die 800 Marke geknackt ?

Turnierseite

Niederlage im Stadtduell

Am 10.11.2024 fand die 2. Runde in den diversen Mannschaftsligen statt. Der PSV spielte mit 5 Mannschaften. Und trotz großer personeller Probleme konnten wir alle Bretter besetzen. Das ist sicher die erfreulichste Nachricht an diesem grauen Wochenende.

Unsere 1. Mannschaft trat im Derby gegen Empor Potsdam 2.0 an, oder eben Babelsberg. Nachdem wir viele Jahre benötigt hatten um in die Oberliga aufsteigen zu können, gab es gleich zum Start eine deftige 2,5 – 5,5 Niederlage.

Besser machte es in der Landesliga unsere 2. Mannschaft. Hier mussten 3 Stammspieler ersetzt werden, was aber mit Helmut Pönisch, Dung Ngueyen und Steffen Bernhöft sehr gut gelungen ist. Unsere 2. Mannschaft hatte gegen Eberswalde ein sehr wichtiges Spiel zu bestreiten. Nach der deftigen Auftaktniederlage gegen Barnim, mussten jetzt unbedingt die ersten Mannschaftspunkte her. Es gelang immerhin ein, aus meiner Sicht glückliches, 4-4 und damit der ersten Punktgewinn in der neuen Spielzeit. Adrian Faust und Steffen Bernhöft konnten ihre Partien gewinnen.

Die 3. Mannschaft spielte gegen den zumindest früheren Seriensieger aus Falkenberg. Nach der Niederlage gegen Ludwigsfelde, gab es auch gegen Falkenberg nichts zu holen, 2,5 – 5,5 gewann Falkenberg am Ende recht deutlich. Ja, es stimmt, in der einen oder anderen Partie war evtl. mehr drin gewesen, aber das Ergebnis scheint mir doch zu deutlich, um hier von einer unglücklichen Niederlage sprechen zu können. Und es bleibt auch festzuhalten: keine der bisher gespielten 16 Partien konnte gewonnen werden.

Hier bleibt also noch viel Luft nach oben und die Hoffnung stirbt ja zuletzt.

Unsere 4. Mannschaft spielte gegen USV Potsdam III. Bei uns waren nur 2 Stammspieler am Start, damit war es natürlich eine sehr schwere Aufgabe gegen die erfahrene Truppe vom USV etwas holen zu wollen. Am Ende stand auch hier eine deutliche 2,5 – 5,5 Niederlage, aber es gab immerhin 2 Siege zu bestaunen. Peter Mecklenburg und Anatoli Grimman konnte ihre Partien gewinnen.

Unsere 5. Mannschaft holte in Trebbin sogar ein 2-2 Unentschieden. Das ist sicher auch ein schöner Erfolg für die Truppe.

SV Babelsberg 03 – Potsdamer SV Mitte I            5,5 – 2,5                   2.Runde

Potsdamer SV Mitte II – ESV 1949 Eberswalde     4-4                          2.Runde

Potsdamer SV Mitte III – ESV Lok Falkenberg I    2,5 – 5,5                  2.Runde

USV Potsdam III    – Potsdamer SV Mitte IV              5,5 – 2,5                2. Runde

SC Hans-Clauert Trebbin II – Potsdamer SV Mitte V 2-2                      2. Runde

XV. Falkensee Open

Vom 01.11.2024 – 03.11.2024 fand in Falkensee wieder ein gut besetztes Open statt. 120 Schachfreunde spielten in 2 Gruppen 5 Runden. Schach scheint auch bei den Kindern und Jugendlichen sich einer immer größer werdenden Beliebtheit zu erfreuen. Ich fand es zumindest sehr erstaunlich und bemerkenswert, wie viele hoffnungsvolle Nachwuchstalente an den Brettern saßen.

In der Königstruppe traten vom PSV 3 Spieler an die Bretter. Dave Möwisch, immerhin an Nr. 7 gesetzt, erwischte einen recht guten Start. Er gewann die erste Partie, konnte in der 2. Runde gegen die Nummer 1 der Teilnehmerliste, Aaron Gröbel ein Remis erzielen. Auch in den Runden 3&4 ging es erfolgreich weiter. Vor der 5. und letzten Runde schien ein Platz sehr weit vorne durchaus möglich. Leider verlor Dave dann die abschließende Partie und rutschte damit in der Tabelle auf Rang 13 ab.

Mit Rene Kellner & Andreas Greber spielten 2 weitere Vertreter vom PSV in der Königsgruppe. Rene holte 2 Punkte aus den 5 Partien und wurde damit 45.

Andreas erwischte einen katastrophalen Start, Runde 1 (sang- und klanglos) und 2 (gefühlt etwas unglücklich) gingen verloren. Danach lief es etwas besser. Die Partien der 3. und 5. Runde konnten gewonnen werden, in der 4. Runde gab es ein remis gegen Rene. Bemerkenswert war der Altersdurchschnitt der Gegner. Außer Rene waren alle Gegner nicht älter wie 15 Jahre.

In der Turmgruppe spielten Max Harrer und Tigran Kramer für unseren Verein mit. Tigran holte 2 Punkte und konnte weitere wichtige Erfahrungen in dem Turnier sammeln. Gibt es im nächsten Jahr evtl. schon einen Tausch, Tigran spielt in der Königsgruppe und ich dann in der Turmgruppe ? Wir werden es sehen, ausgeschlossen wäre das jedenfalls nicht.

Max holte auch einen Punkt und wurde damit 51.

Das Turnier war, man kann jetzt wohl schon sagen wie traditionell, von Mario und sein Team super organisiert. Und Michael Fuhr als Schiedsrichter hatte wohl auch einen eher entspannten Job zu verrichten.

Glückwunsch noch an den Sieger der A-Gruppe Aaron Gröbel (SF Hettstedt). Er holte 4,5 Punkte aus den 5 Partien.

Die Turmgruppe gewann mit ebenfalls 4,5 Punkt en Milasevicius,Aurimas (SC Oranienburg). Auch hier herzlichen Glückwunsch.

Endstand

2
0

1. Runde Mannschaft

Die erste Runde in den diversen Mannschaftswettbewerben wurde am 29.09.2024 durchgeführt. Nur unsere 1. Mannschaft steigt in den Wettkampf erst im November ein.

Und um es kurz zu machen: das war aber so überhaupt nix gewesen. Hier die Ergebnisse:

Barnimer SF – Potsdamer SV Mitte II 7 – 1

Ludwigsfelder SC – Potsdamer SV Mitte III 6 – 2

Potsdamer SV Mitte IV – SC Oberkrämer 2 – 6

Unsere 2. Mannschaft musste zu dem starken und sicher auch sehr ehrgeizigen Aufsteiger nach Barnim fahren. Sicher hatten wir da uns nicht viele Chancen ausgerechnet. Aber das am Ende nur 2 Remis standen und die restlichen Partien alle verloren gegangen sind, ist sicher schon eine herbe Klatsche. Und am Ende des Tages kann auch die Tordifferenz über den Abstieg oder Klassenerhalt entscheiden.

Bei der 3. Mannschaft fehlten aus unterschiedlichen Gründen 3 Stammspieler, die durch Jonathan Franz, Michael Fuhr, sowie Rene Kellner eigentlich gut ersetzt wurden. Ludwigsfelde war sicher etwas stärker besetzt, aber hoffnungslos erschien mir zumindest die Sache nicht. Am Ende, nach über 4 Stunden harten Kampf stand eine deutliche 2-6 Niederlage. Sicherlich wird der eine oder andere jetzt sagen, da war aber mehr drin gewesen, an den Brettern x,y standen wir ja auf Gewinn oder hätten nicht verlieren müssen. Sicher nicht unrichtig, ich gehöre zumindest bei meiner Partie auch dazu , aber die sich bietenden Chancen müssen halt auch genutzt werden. Eine 2-6 Klatsche ist sicher zu deutlich, um hier von einer unglücklichen Niederlage reden zu könne, zumal nicht eine Partie gewonnen werden konnte.(Wolfram, was war eigentlich bei Dir passiert … ? Oder habe ich mich da etwas total falsch gesehen ?)

Auch unsere 4. Mannschaft hatte einen schweren Gegner . 3 Stammspieler mussten ersetzt werden und das gegen einen so starken und erfahrenen Gegner wie Oberkrämer. Aber immerhin gab es hier die einzige Gewinnpartie ( Gratulation an Andreas Hohloch ) zu bewundern.

Damit war der schwarze Sonntag für den PSV vorbei. Wir müssen nun den schlechtesten Start in eine Saison nach langer Zeit verdauen. Waren wir überhaupt schon einmal so schlecht gestartet ? Positiv ist aber sicher, das es nun nicht mehr viel schlechter kommen kann. Und mit ein wenig positiver Wut im Bauch werden wir sicher sehr bald wieder über bessere Ergebnisse berichten können.

Norddeutsche Vereinsmeisterschaft U16

Vom 12.09.2024 – 16.09.2024 fand in Hannover die NDVM U16 statt. Der PSV hatte sich für dieses Turnier qualifiziert und trat mit der folgenden Mannschaftsaufstellung an:

Brett 1 Taro Kaeding Brett 2 Minh Nguyen Brett 3 Leopold Köchert Brett 4 Peter Mecklenburg

Als Betreuer waren Steffen Bernhöft und Nils Werthmann dabei.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das die erste Teilnahme an der NDVM für unseren Verein war. Auf jeden Fall handelte sich sicher um eine Höhepunkt.

Natürlich war die Erwartungshaltung eher nicht so hoch (Steffen würde mir hier sicher bestimmt widersprechen), aber die Gegner hatten doch zum großen Teil deutlich höhere Wertzahlen und unsere Jungs stehen ja erst am Anfang der Schachkariere. 18 Mannschaften nahmen am Turnier dran teil, 7 Runden Schweizer System wurden gespielt.

In der ersten Runde ging es gegen die SF NordOst Berlin. Es gab eine deutliche 1-3 Niederlage. Aber es gab auch das erste Erfolgserlebnis zu vermelden, Minh konnte ihre Partie gegen einen stärkeren Gegner gewinnen.

In der 2. Runde ging es gegen Blanke. Hier gab es ein überraschendes 2-2. Taro und Leopold gewannen ihre Partien. In der 3. Runde gelang ein 3-1 Erfolg gegen Göttingen. Da kam man sicher langsam ins grübeln. Was ist denn hier los ?

Die 4. Runde brachte dann aber die Ernüchterung, es gab eine recht deftige 0-4 Klatsche gegen Magdeburg, dem späteren 3. des Turniers. Das tat sicher weh.

In der 5. Runde ging es weiter gegen Torgelow, an 10 gesetzt. Hier konnte unsere Mannschaft ein mehr als beachtliches 2-2 erzielen, bevor es dann in der 6. Runde gegen die Mannschaft Think Rochade ging. Wo kommen die denn her ? Auf jeden Fall konnte das Match erfolgreich gestaltet, es wurde mit 2,5 – 1,5 gewonnen. In der 7. und letzten Runde wurde dann noch einmal deutlich mit 0-4 verloren. Damit landete die Mannschaft mit 6 Zählern auf Rang 13. Wie ich finde ein wirklich tolles Ergebnis, das auch zeigt das die jahrelange Nachwuchsarbeit von Steffen und vom Verein langsam aber sicher Früchte trägt. Vielleicht schreibt ja jemand in die Kommentare, wie er diese Leistung einschätzt.

Im einzelnen gab es die folgenden Ergebnisse

Taro 3 / 7

Minh 1,5/7

Leopold 4/7

Peter 2 / 7

Ein herzliches Danke sei hier auch noch an Steffen und Nils gesagt, die die Mannschaft offensichtlich recht erfolgreich eingestellt (Steffen der Motivator) und vorbereitet (Nils) haben.

Endstand