33. Pfingstturnier in Plaue

Am 30.5 fand das 33. Plauesche Schnellschachturnier statt. Ein Turnier, wo mit einer Bedenkzeit von 15+0 gespielt wurde und was später noch zu einem kleinen und einem großen Drama führen wird (Es wurde mit analogen Uhren gespielt was bei einer Person zu ganz schön großen Problemen geführt hat).

Man hat in einem kleinen Einkaufszentrum gespielt. Es wurde mit René, Dave, Nils und Tigran eine 300 Kilometer Fahrt bestritten, wo gesungen (Voulez Vous von ABBA),diskutiert und die Ziele grob von jedem einzelnen festgelegt wurden. Nils und Dave wollten vorne landen und René und Tigran wollten eher im Mittelfeld mit ungefähr 4 Punkten landen.

Gurkentruppe vom PSV in Schwarz

Als unsere 4 PSV Vertreter ankamen, wurde direkt der Blick von einem Mitglied auf die Fleischerei gerichtet, wo satte 50€ ausgegeben wurden. Kurioserweise wurde bei der Eröffnung der Bratwurststand erwähnt der nun aufmachen soll.

Das kuriose daran war eben das es 10:30 Uhr war und der Stand um 12:30 Uhr schließen würde. Da René aber Thüringer ist, konnte er uns aufklären und sagte zu uns, das dies in Thüringen Gang und Gebe wäre.

Es waren 50 Teilnehmer in diesem Schachturnier. Angeführt wurde die Liste von FM Bernd Baum vom SK Marburg 1931. Nils und Dave waren auf Rang 9 und 7 vertreten, während René und Tigran auf Rang 35 und 37 vertreten waren.

Nun konnte das Turnier beginnen…
Kommen wir zuerst zu unserem Dr. Dave Möwisch. Dieser hat die erste Runde gegen eine rund 1680 DWZ nach Kämpfen und Ringen gewinnen können. Es folgten leider 2 Niederlagen. In der 4. Runde wurde Dave dann gegen René gepaart. René konnte Dave mit einer leckeren Bratwurst bestechen. Es wird sich auf ein Remis geeinigt.

Anschließend ist Dave noch einmal siegreich. Danach folgen 2 Niederlagen. Am Ende werden noch mal alle Kräfte gebündelt und die letzten 2 Spiele werden gewonnen was ihn auf 4,5 Punkte bringt und ihn Platz 26 beschert. Leider war dies nicht ganz sein Turnier, aber er wird sicherlich bei den nächsten Turnieren wieder besser abschneiden können.

Als nächstes sprechen wir über Tigran. Tigran hatte einen katastrophalen Start hingelegt. In der ersten Runde wurde er von einem Jugendlichen mit einer DWZ von 1982 DWZ komplett zerlegt. Die Runde darauf konnte souverän gegen eine 820 DWZ gewonnen werden.

Die dritte Runde war ein Auf und Ab der Gefühle. Tigran wählte eine solide Antwort auf die Caro Kann Variante, wo Tigran im Mittelspiel zwischenzeitlich einen Bauern gewinnen konnte, der ihm aber relativ schnell wieder abgezogen wurde. So kam er in ein Turmendspiel, wo Tigrans Gegner einen Bauern mehr hat, aber Tigran einen Freibauer am Rand hat was sehr gute Remischancen bietet.

Es wurde ja am Anfang ein Problem angesprochen und dieses war, das Tigran diese Uhr nicht richtig lesen konnte und dieses Blättchen, was ab irgendeinem Punkt fällt, nicht wirklich beachtet hat. Und wie es kommen musste, verliert Tigran plötzlich auf Zeit und verliert die Partie. Die 4. Runde war hart umkämpft, aber auch die verlor er. Also ging es schonmal richtig schlecht ins Turnier los.

Doch danach kam der Wille und Mut in ihm hoch und besiegte einen wertungslosen Gegner, 2 1860er und einen 1900, weswegen er auf einmal bei 5/8 stand, was er nach seinem unfassbar schlechten Start nicht gedacht hätte.

So ging es auf in die letzte Runde gegen Robin Jacobi von SV Empor Erfurt. Tigran hatte wegen Robin Jacobis Zahl und dem Fakt das er die Nummer 2 des Turniers war sehr wenig Hoffnungen.

Tigran gegen Robin Jacobi in Runde 7

Doch es kam dazu, das Tigran und Robin Jacobi 20 Minuten lang eine ausgeglichene Partie gegeneinander gespielt haben. Nur das große Problem war die Zeit von Tigran, was ab irgendeinem Punkt dazugeführt hat, das Tigran 3 Bauern einstellte und dann folgerichtig aufgab. Trotzdem war es ein tolles Turnier von Tigran und er landete auf Platz 22.

Der PSV bei der Analyse über die Ergebnisse:

Kommen wir nun zum Fahrer René. Dieser ist ja gebürtiger Thüringer, weswegen er den einen oder anderen bei diesem Turnier kennt und nette Gespräche mit den Thüringern führt.

Die erste Runde verlor René leider schon nach 6 Zügen, weil er seinen Turm in der gegnerischen Läuferdiagonale stehen gelassen hat. René musste zu Kräften kommen, deswegen gab es eine schöne Bratwurst. Die zweite Runde konnte gegen einen Senior gewonnen werden, die Dritte gab es ein Remis. Wie schon angesprochen gab es dann in der vierten Runde den Doktor vor die Flinte, wo sich beide auf Remis einigten.

In der 5. Runde gab es ein umkämpftes Turmendspiel, was ebenfalls zum Remis führte, wo in der 6. Runde sich schon vor dem Spielen auf Remis geeinigt wurde. Die 7. Runde hat es René leider noch einmal erwischt, wonach er aber noch gegen einen Senioren gewinnen konnte. Die letzte Runde wurde René nach seinen Angaben von einer 1400 völlig überspielt, was dann zu einem Endergebnis von 4/9 führte. Das Resultat war der 32. Platz, was für ihn keine Schande, war er aber sich schon noch einen halben Punkt mehr gewünscht hätte.

Zum Schluss wollen wir auch darüber berichten, wie unser Vizepräsident Nils Werthmann das Turnier abgeschlossen hat. Er begann mit 2 überzeugenden Siegen und einem Remis in der dritten Runde. Danach hat er leider gegen einen Erwachsenen mit einem Kuscheltier an der Seite verloren, er während der Partie ständig brummte.

Danach wurde eine starke Serie von 4 Siegen gegen stärkere Gegner und den späteren Turniersieger. Nils war vor der 9. Runde mit seinem Gegner der einzige, der 6,5/8 vorzuweisen hatte.

Es waren aber noch 6 andere Spieler Nils und Markus Sauer auf den Fersen, weswegen jeder eigentlich dieses Turnier zu dem Zeitpunkt gewinnen könnte. Er einigte sich mit seinem Gegner relativ schnell auf Remis, weil er nicht damit rechnen würde, das alle 3 Partien mit einem Sieger gekürt werden würden, sondern sich mindestens ein Brett miteinander friedlich trennen würde. Dem war leider am Ende nicht so und Nils wurde von den 4 Leuten mit 7 Punkten auf den 4. Platz, was natürlich für ihn selber extrem ernüchternd war.

Einen Herzlichen Glückwunsch wünschen wir Daniel Ahmed vom SV Motor Zeitz für den Turniersieg und natürlich allen anderen Teilnehmenden für die jeweiligen Platzierungen.

Gute Stimmung vor der Siegerehrung

Es gab jedoch noch eine erwähnenswerte Sache und diese war das wir den 3. Platz unter den ganzen Vereinen vor Ort wurden und wir dadurch uns eine Flasche Sekt und eine Urkunde ergattern konnten. Einen Herzlichen Glückwunsch noch an den Ilmenauer SV und die SG Arnstadt für Platz 1 und 2.
Außerdem gab es ebenfalls für jeden Teilnehmer noch einen Sachpreis, weswegen wir noch ein paar schöne Sachen mit nach Potsdam nehmen konnten.

Das war die diesjährige Ausgabe von dem Plaueschen Schnellschachturnier. Ich bin mir ziemlich sicher das wir nächstes mit der selben Truppe oder auch mit anderen Gesichtern aus unserem Verein antreten können und wieder alles geben können.

Wir möchten noch dem ESV Plaue für die ganz tolle Organisation, das nette Personal,das Catering und dem schönen Ambiente danken.

Vielen Dank für diese tolle Organisation!

Tigran Kramer

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