Oberliga Ost 2b 2026/27 – Spieltag 1 und 2

Nachdem der Ligabetrieb in Brandenburg bereits im September gestartet ist, ist nun auch der überregionale Spielbetrieb in der Oberliga Ost 2 gestartet, weshalb nun auch unsere erste Mannschaft ins Geschehen eingreift. Für unsere Erste stand gleich ein enorm wichtiger Doppelspieltag zu Hause gegen die beiden Leipziger Mannschaften an, wobei wir uns gleich Luft im Abstiegskampf verschaffen wollten. Für beide Spieltage konnten wir vom Elo-Schnitt wohl die beste PSV-Mannschaft der letzten Jahre aufstellen, weshalb ich optimistisch war, etwas Zählbares herauszuholen.

Am Samstag, dem ersten Spieltag, mussten wir zunächst gegen den VfB Leipzig ran, eine sympathische Truppe, die ähnlich wie wir über Leidenschaft und Zusammenhalt kommt und ebenfalls um den Klassenerhalt kämpfen muss. Nach kurzer Ansprache unseres Vereinspräsidenten war dann auch unsere zweite Oberligasaison eröffnet.

Und den Anfang machte mal wieder Mirko Eichstaedt am Spitzenbrett mit Schwarz gegen Christian Geiling und konnte mit den schwarzen Steinen souverän ins Remis abwickeln. Bei Tyron Milare dagegen wurde nicht lange gefackelt und das Brett stand in Flammen. Als ich auf das Brett schaute, hatte Tyron zwar einen Turm weniger, dafür aber einen gefährlich aussehenden Mattangriff. Sein Gegner Carsten Collini behielt aber die Nerven und zwang unseren FM in die Knie. 0,5:1,5.

An den anderen Brettern sah es aber zunehmend gut aus. Oliver Röhr konnte den gegnerischen König seines Gegners Florian Schön durch ein paar präzise Taktiken freilegen und letztendlich den vollen Punkt zum Ausgleich erzielen. 1,5:1,5. An Brett 8 kam Adrian Faust mit Schwarz gegen Christian Dehner nicht so richtig in Schwung und musste einen Bauern für Initiative geben. Aber mehr als ein halber Punkt war nicht drin für ihn. 2:2.

Kristof Illner musste mit Schwarz gegen Wolfgang Just länger die schlechtere Stellung verteidigen, nutzte dann aber die Fehler seines Gegners gnadenlos aus und kassierte mit 2 Läufern gegen einen Turm den nächsten vollen Punkt ein. 3:2.

Auch unser Neuzugang Valentin Udelnov erwischte gegen Anton Johannes Allmendinger einen ordentlichen Start und konnte letztendlich seinen Mehrbauern im Turmendspiel ebenfalls in einen vollen Punkt konvertieren. 4:2. Mein Partieverlauf war ein wildes Hin und Her, wobei mal ich und mal mein Gegner Timon Bauer besser stand. Schließlich konnte ich in ein gewonnenes Bauernendspiel abwickeln, entschied mich aber für den falschen Freibauern zur Umwandlung, weshalb ich zwar einen halben Punkt verschenkte, aber zumindest den Mannschaftssieg absichern konnte. 4,5:2,5.

Nun spielte nur noch unser Vize-Chef Nils Werthmann gegen Falk Hartmann alias „Die Hartmann-Falle“, wie man in unterhaltsamen Berichten auf der Leipziger Homepage nachlesen kann. Auch hier war die Stellung bis zum Ende extrem kompliziert, aber Nils zeigte Biss und entschied die Partie in Zeitnot durch eine schöne Mattkombination für sich. Damit gewannen wir die Begegnung am ersten Spieltag mit 5,5:2,5 und holten somit auch unseren ersten Oberligasieg überhaupt.

Am Sonntag stand dann auf dem Papier die wohl etwas stärkere Mannschaft mit der zweiten Mannschaft der SG Leipzig auf dem Programm. Wir wollten an die hervorragende Leistung vom Vortag anknüpfen und gingen mit unveränderter Mannschaftsaufstellung an den Start.

Am Vortag noch die letzte Partie, gönnte sich Nils gegen seinen um 150 Elo-Punkte stärkeren Gegner Dietmar Klemm ein solides Schwarzremis nach wenigen Zügen.

Tyron zeigte sich enorm verbessert im Gegensatz zum Vortag und führte eine offen geführte Partie bis zum Matt zum vollen Punkt nach nur einer Stunde Spielzeit. 1,5:0,5. Bis hierhin lief alles nach Plan und auch die anderen Partien sahen vielversprechend aus.

Nur an Brett zwei machte ich mir bei der Stellung von Valentin Sorgen, der mit Schwarz früh einen wohl vergifteten Bauern auf h2 nahm und eine Leichtfigur geben musste. Leider konnte er sich vom Materialverlust nicht mehr erholen und musste die Hand zur Partieaufgabe rüberreichen. 1,5:1,5.

Mirko lieferte sich an Brett 1 gegen Jasper Heinke ein heißes Theorieduell und hatte aus meiner Sicht die leicht bessere Stellung, musste dann aber doch einsehen, dass nicht mehr als ein Remis drin war. 2:2.

Ich konnte in meiner Partie gegen Thomas Schunk mit Schwarz zwar lange meine Stellung solide verteidigen, ließ mich aber dann doch zu einem unnötigen Damenschach verleiten und wurde dann taktisch ausgekontert. 2:3.

Oli dagegen ließ sich gegen Jakob Leck in seiner typischen Partieanlage von der zunehmenden Zeitnot nicht beirren und spielte seinen Gegner im Mittelspiel taktisch aus und machte die 100 % am Wochenende vollständig. 3:3.

Adrian erwischte mit Weiß leider keinen guten Tag gegen Ubald Greger. Obwohl seine Stellung eigentlich sehr vielversprechend aussah mit einem Freibauern, der sich in die gegnerische Stellung gefressen hatte, verlor er mit zunehmender Spieldauer den Faden und stellte letztendlich zu viel Material ein. 3:4.

Nun spielte nur noch Kristof gegen Sven Römling und hatte im Mittelspiel die aus meiner Sicht vielversprechendere Stellung mit Angriffspotenzial, die aber auch leicht ausgekontert werden konnte. So konnte Kristofs Gegner Stück für Stück seine Stellung verbessern und nach 5,5 Stunden Spielzeit den Mehrbauern im Turmendspiel zum finalen 3:5 verwerten.

Somit verloren wir am zweiten Spieltag unsere Begegnung gegen SG Leipzig II und müssen nach gutem Beginn einen kleinen Rückschlag im Abstiegskampf verkraften. Am nächsten Doppelspieltag geht es nach Plauen, wo uns 2 schwere Auswärtsspiele gegen Plauen und Aue erwarten.

Dave Möwisch

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