Einen Tag nach dem Unentschieden gegen Hoyerswerda wartete mit dem USV TU Dresden II eine dicke Nuss auf uns. Für uns hieß es, so viele Brettpunkte wie möglich zu holen. Für Tyron kam Steffen Bernhöft in unsere Aufstellung.
Leider konnten die Dresdener bereits früh ihren Wertungszahlvorteil souverän ausspielen. Carsten Hein hatte mit den schwarzen Steinen gegen FM Imre Kukel einen schweren Stand und musste relativ früh seine Partie aufgeben. Diesem Schicksal musste sich auch Mirko Eichstaedt an Brett 1 ergeben, wobei sein Gegner FM Ruben Lutz die taktische Oberhand behielt. Daran anknüpfend konnte Carsten Kühne seine eigentlich solide Stellung gegen Peter Salzmann nicht halten und musste ebenfalls die Partie aufgeben. Somit stand es früh 0:3, wobei wir uns aber zunehmend gegen die drohende Niederlage stemmten.
Oliver Röhr ließ mit Schwarz gegen seinen stärkeren Gegner FM Dirk Wegener nichts anbrennen und holte souverän ein Remis. Auch Kristoff Illner kämpfte gegen seinen stärkeren Kontrahenten Philipp Richter durch ein schönes Figurenopfer um ein Remis mit zarten Gewinnansätzen. Da seine Zeit aber zunehmend ablief, einigten sich beide Spieler auf eine Punkteteilung – 1:4. Ich konnte das forsche Spiel meines Gegners Tim Oehl bestrafen und schließlich durch eine Taktik die Dame gewinnen – 2:4. An Brett 3 hatte Nils Werthmann mit dem serbischen Schachtrainer FM Nenad Robulj zu tun. Dabei konnte Nils zwar Druck auf die gegnerische Königsstellung ausüben, allerdings agierte sein Gegner am Damenflügel ebenso aggressiv. So hielt sich auch hier die Stellung im Ausgleich, und man einigte sich auf ein Remis – 2,5:4,5. Somit war die Mannschaftsniederlage besiegelt, doch Steffen Bernhöft spielte gegen Guntram Ledfuß um wichtige Brettpunkte. Steffen zeigte eine aktive Spielweise, unterlag dann aber in der Zeitnotphase dem geschickten Angriffsplan seines Gegners.
Damit müssen wir die erwartete 2,5:5,5-Niederlage gegen die starken Dresdener hinnehmen. Etwas überraschend konnte sich Hoyerswerda gegen Babelsberg mit 4,5:3,5 durchsetzen, was unsere Chancen auf den Klassenerhalt deutlich sinken ließ. Dennoch werden wir am letzten April-Wochenende in Chemnitz alles in die Waagschale werfen, um den drohenden Abstieg noch abzuwehren.
Dave Möwisch