DSAM 2026 in Potsdam

Zur Deutschen Amateurmeisterschaft, die von 2.1. – 4.1.2026 in Potsdam stattfand, nahmen mehr als 730 Spieler teil. Immerhin 22 Schachfreunde von unseren Verein waren darunter. Neben diversen Brettern, Uhren und Figurensätzen, die unser Vorsitzender zwischen Spiellokal und Veranstaltungshotel hin und her geschleppt hat.

Erstmal galt es, völlig erschöpft von Silvester, am 1.1. das Blitzturnier vor der DSAM zu überstehen. 7 Runden wurden gespielt. Von unseren Spitzenspielern traute sich keiner hin. Dafür aber der Nachwuchs. Peter Mecklenburg holte starke 4,5 Punkte und landete auf Platz 35. Offenbar gut erholt haute er einen Inder, Christoph Jablonowski mit einer 1981 aus Babelsberg weg und in der letzten Runde noch mal eine hohe 1900. Schade, dass Peter dann nicht bei der DSAM mitgespielt hat, da wäre was drinnen gewesen.

Leopold, vor Weihnachten noch der Dominator beim Blitz unterm Weihnachtsbaum, lief mit 3 Punkten auf Platz 100 ein. So einen runden Platz muss man erstmal schaffen. Die beiden Kramers nahmen sich beide nichts. Wobei der Senior diesmal mit 3 Punkten auf Platz 104 vor dem Junior (Platz 117 mit 2 Punkten) die Nase vorne hatte.

Nun zur DSAM – in der A-Gruppe spielte unser Mirko mit. Platz 6 mit 3,5 Punkten, keine Partie verloren und qualifiziert – das klingt nach einem runden Paket.

Quelle:DSB

In der B-Gruppe war das mit 93 Teilnehmern eine schwierige Angelegenheit. Adrian hat es mit 4 Punkten auf Platz 7 und die Qualifikation geschafft. Bei einer anderen DSAM mit weniger Punkten würde das für Platz 1 reichen. Dave mit ebenfalls 4 Punkten auf Platz 10 verpasste die Qualifikation, wurde aber dafür mit dem Bronzenen Springer für seine 10. Teilnahme geehrt.

Ein paar Schachfreunde hat es in die Gruppe C verschlagen. Lenny gab hier seinen Turniereinstand und wurde merkwürdigerweise als Norweger geführt. Keine DWZ, keine Turniererfahrung, aber mal eben 3,5 Punkte ohne Partieverlust geholt und auf Platz 14 gelandet, eine starke Premiere. Andreas rauschte nach der Partie immer zügig aus dem Hotel. Mit 2,5 Punkten und Platz 61 unterstrich er sein konstantes Spielniveue. El Presidente Michael Fuhr spielte sicher etwas unter seinen üblichen Level. 2 Punkte und Platz 91 waren drin. Seinen Einstand gab Sven Bochow, schwacher Anfang und schwaches Ende, der Punkt wurde in der 3. Runde gemacht eingerahmt von zwei Remis. Ein Ergebnis wie eine Diagrammkurve. Susanne hatte ein weniger gutes Händchen und kam auf nur 1,5 Punkte und Platz 107. Was aber nicht schlimm ist, da die Qualifikation bereits in Bad Wildungen erreicht wurde.

In der D-Gruppe spielten ebenfalls mehr als 100 Teilnehmer mit. Bester Spieler mit unseren Verein wurde Toralf Beitz mit 3 Punkten auf Platz 32. Wobei Toralf in der letzten Runde ausgerechnet das bekannte Schachkid ausschaltete. Zidanta war mit 3 Punkten und Platz 39 dabei, klagte aber über zu schwache Gegner. René auf Platz 85 mit 2 Punkten konnte immerhin einen halben Punkt mehr als 2025 erzielen und hat wenigstens keine Remis mehr geschoben.

Spannend wurde es für unseren Nachwuchs in der E-Gruppe. Gut, dass Leopold seine Kräfte beim Blitzturnier gespart hat. Platz 3, die Qualifikation, 4 Punkte ohne Partieverlust – das dürfte sein bisher bestes Turnierergebnis in seiner noch jungen Schachkarriere sein.

Quelle:DSB

Tigran spielte ebenfalls lange vorne mit mit Verfolgungskurs auf Leo. In der letzten Runde verließ ihn dann das Gück, 3 Punkte und Platz 30.Anatoli war offenbar am Samstag nicht so fit und kassierte zwei Nullen. Das Remis am Sonntag, 2,5 Punkte und Platz 44 sollten ein versöhnliches Ende sein.Lucas komplettiert den Reigen mit 2 Punkten auf Platz 71. Doch nicht ganz. Sven Starke war auf der gleichen Party wie Anatoli, am Samstag wurde ebenfalls durchgenullt. Drei Remis und Platz 85.

In der F-Gruppe hatten es sich Joris und Matthilde gemüdlich gemacht. Kurioserweise landeten beide dich hintereinander mit jeweils 3 Punkten. Mathilde auf Platz 33 und Joris auf Platz 34. Von allen Teilnehmern unseres Vereins legt Joris den größten DWZ-Sprung hin, fast 200 Punkte. Macht er in dem Tempo weiter, ist er bald GM. Unser Senior Manfred gönnte sich am Samstag eine Auszeit und holte stabile 3 Punkte auf Platz 38.Martin holte solide 2 Punkte auf Platz 71. Gegen deutlich stärkere Gegner gab es zwei Niederlagen. Svetlana drehte erst zum Schluss so richtig auf. Mit drei Nullen wurde ins Turnier gestartet. Aber dann ging es los, zwei Siege in Folge.

Quelle:DSB

In der F-Gruppe spielte Henri Kramer. Nur eine Niederlage zum Schluss verhinderte die Qualifikation. 3,5 Punkte auf Platz 34 lassen aufhorchen. Nächstes Jahr winkt die F-Gruppe.

Äußerst knapp ging es bei der Vereinswertung zu. Die Ergebnisse von Adrian, Leopold, Dave und Lenny flossen hier ein. EIn halber Punkt mehr und der 3. Platz wäre drin gewesen. So landete man punktgleich mit der Schachgemeinschaft Leipzig und dem Schachclub Oranienburg in der Wertung. Die leicht schlechtere Zweitwertung sprach dann für Platz 5.

Ein schönes Turnier. Bleibz zu hoffen, dass auch 2027 die DSAM wieder in Potsdam statt finden wird.

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