Am 18.01.2026 fand die 4. Runde der Mannschaftswettkämpfe in den verschiedenen Ligen in Brandenburg statt.
In der Landesliga empfingen wir die SF aus Trebbin. Zum ersten Mal gab es etwas größere Probleme mit der Aufstellung. Unsere ersten beiden Bretter hatten leider absagen müssen. Als Ersatz stellten wir Wolfgang Bullert und Taro Käding auf. An den ersten 3 Brettern trennte man sich friedlich. Aber unsere nächsten 3 Bretter schlugen zu. Kristof, Dave & Carsten Kühne konnten ihre Partien gewinnen, Wolfgang trug noch einen weiteren 1/2 Zähler zu dem 5-3 Erfolg bei. Damit bleiben wir weiter auf Platz 1. Der USV Potsdam ist weiterhin in Lauerstellung, nur 2 Punkte hinter uns. Ausrutscher würde der USV sicher gern bestrafen und an uns vorbeiziehen.
In der Landesklasse Süd durfte unsere 2. Mannschaft nach Hohenleipisch reisen. Es gibt doch nichts schöneres, wie eine Fahrt in den Süden Brandenburgs. Durch den kurzfristigen, krankheitsbedingten Ausfall fuhren wir nur mit 7 Spielern nach Hohenleipisch. Schon mit voller Kapelle wäre das Match eine schwere Aufgabe gewesen, mit einem weniger wurde es noch schwerer.
Zum Glück konnten Steffen (4 aus 4 stark) und Adrian (3 aus 4 am Brett 1, Respekt, sehr stark) ihre Partien recht schnell gewinnen. Dirk und Andreas steuerten nun 2 Unentschieden bei. Dann folgte eine unglückliche Niederlage von Steven. In Zeitnot übersah er einen möglichen Bauerngewinn (zumindest meinen das die Zuschauer) und musste 3 Züge später aufgeben. Damit war das Match wieder ausgeglichen, 2 Partien liefen noch. Heiko war in einem Turmendspiel mit Minusbauern gelandet. Zu unserem Glück waren aber sein Turm und König so aktiv, das er die Partie halten konnte. Vorher hatte Sven seine Partie schon gewinnen können. In nur leicht besserer Stellung stellte sein Gegner einen Bauern ein und Sven brachte das Endspiel dann trocken und humorlos durch.
So gewannen wir, sicher etwas glücklich, mit 4,5-3,5 und sind weiter Spitzenreiter. Am nächsten Spieltag kommt es dann zum Derby und Spitzenkampf gegen Babelsberg. Man darf gespannt sein.
In der Landesklasse Nord spielte die 3. Mannschaft gegen SC Wittstock I. Dies war ein sehr wichtiger Kampf gegen den Abstieg aus der Landesklasse. Mit 4,5-3,5 Punkten konnten wir diesen knapp gewinnen. Damit klettert die 3.Mannschaft auf den 6. Platz und hat sich etwas Luft verschaffen können.
Erfreuliches gibt es auch von unserer 4. Mannschaft zu berichten. Gegen Hellas Nauen III gelang ein deutlicher 7:1 Erfolg und der Sprung auf Platz 2. In der Höhe war dieser Sieg bestimmt nicht zu erwarten gewesen. Oder doch, dann schreibt es in die Kommentare.
Auch unsere 5. Mannschaft durfte antreten. Sie musste gegen die starken SF vom FC Deetz spielen. Letztlich gab es eine 3-5 Niederlage, was aber sicher kein Beinbruch ist.
Am 3. Spieltag der Saison 2025/2026 traten fünf Mannschaften des Potsdamer Schachvereins Mitte in verschiedenen Brandenburger Schachligen an. Die Ergebnisse zeigen eine insgesamt erfolgreiche Runde mit drei Siegen, einer Niederlage und einem Remis.
Landesliga: SG Lok Brandenburg I – Potsdamer SV Mitte I (3.5 : 4.5)
Schiedsrichter: Dirk Richter
Brett
SG Lok Brandenburg I
Ergebnis
Potsdamer SV Mitte I
Brett
1
Raphael Rehberg
½-½
Mirko Eichstaedt
1
2
Lucas Manzke
½-½
Oliver Röhr
2
3
Stefan Schulze-Bergcamen
1-0
Tyron Milare
3
4
Günter Walter
½-½
Carsten Hein
4
5
Hans-Rainer Urban
0-1
Nils Werthmann
5
6
Ekkehard Ellenberg
½-½
Kristof Illner
6
7
Maik Rettig
½-½
Dave Möwisch
7
8
Jörg Vogler
0-1
Carsten Kühne
8
Ein knappes, aber wichtiges Auswärtsergebnis für die erste Mannschaft. Trotz der Niederlage von Tyron Milare am dritten Brett konnten Nils Werthmann (Brett 5) und Carsten Kühne (Brett 8) entscheidende Siege einfahren. Die zahlreichen Remisen in den oberen Brettern sorgten für ein ausgeglichenes Match, bei dem die Potsdamer am Ende die Nase vorn hatten.
Landesklasse Süd: Potsdamer SV Mitte II – SV Schwarzheide (7.5 : 0.5)
Ein überzeugender Kantersieg der zweiten Mannschaft. Das Team dominierte die Partie von Anfang an und ließ dem Gegner aus Schwarzheide praktisch keine Chance. Mit diesem deutlichen Erfolg festigte Potsdamer SV Mitte II seine Spitzenposition in der Landesklasse Süd.
Brett
Potsdamer SV Mitte II
DWZ
Ergebnis
SV Schwarzheide
DWZ
Brett
1
Adrian Faust
1962
1-0
Axel Schurig
1600
6
2
Heiko Schäfer
1892
1-0
Markus Oestreich
1556
8
3
Dirk Brunk
1903
½-½
Torsten Kreuziger
1529
9
4
Steven Grigoleit
1885
1-0
Michel Roschke
1432
12
5
Steffen Bernhöft
1801
1-0
Hartmut Roßberger
1319
14
6
Andreas Greber
1796
1-0
Florian Pfündner
1171
15
7
Falk Petrak
1791
1-0
Fabian Förster
–
19
8
Peter Klöpping
1712
+–
nicht besetzt
–
–
Nach drei Runden führt die Mannschaft die Tabelle mit perfekter Bilanz an: 3 Siege, 0 Remis, 0 Niederlagen, 6 Mannschaftspunkte und 18.5 Brettpunkte.
Landesklasse Nord: SC Caissa Falkensee I – Potsdamer SV Mitte III (6 : 2)
Eine deutliche Auswärtsniederlage für die dritte Mannschaft des Potsdamer SV Mitte gegen den Tabellenführer SC Caissa Falkensee I. Trotz zwei erkämpfter Siege und zwei Remis musste das Team eine 2:6-Niederlage hinnehmen.
Brett
SC Caissa Falkensee I
DWZ
Ergebnis
Potsdamer SV Mitte III
DWZ
Brett
2
Felix Bender
1996
1-0
Sven Zander
1851
1
3
Eric Andresen
1895
0-1
Wolfram Christen
1756
3
4
Alexander Heimann
1913
1-0
Anatoli Grinman
1650
4
5
Marc Andresen
1849
1-0
Andre Stephan
1683
6
6
Manuel Seitz
1885
1-0
Zidanta De Long Habermann
1636
7
10
Dr. Stephan Lehnstaedt
1772
½-½
Jörg Stephan
1663
8
12
Carsten Stelter
1651
½-½
Helmut Pönisch
1837
9
20
Andreas Arnfried Kung
1716
1-0
Sven Bochow
1798
19
Analyse
Eine schwierige Partie für die dritte Mannschaft gegen einen der stärksten Gegner der Liga:
Lichtblicke:
Wolfram Christen (Brett 3): Der einzige volle Punktgewinn für Potsdam. Christen siegte mit Schwarz gegen Eric Andresen (1895 DWZ), obwohl er mit 139 DWZ-Punkten Rückstand ins Spiel ging.
Zwei Remis: Jörg Stephan (Brett 8) und Helmut Pönisch (Brett 9) erkämpften jeweils ein halbes Remis. Besonders Pönisch zeigte mit seinem Unentschieden gegen den 186 DWZ-Punkte schwächeren Carsten Stelter Kampfgeist.
Problembereiche:
Spitzenbrett: Sven Zander (1851 DWZ) verlor am ersten Brett gegen Felix Bender (1996 DWZ) – ein wichtiges Brett, das nicht gehalten werden konnte.
Mittlere Bretter: Die Bretter 4, 5, 6 und 7 gingen alle verloren, was der Gastmannschaft eine komfortable Führung verschaffte.
Überraschung: Sven Bochow (1798 DWZ, 1859 Elo), der frisch spielberechtigte Verstärkungsspieler, verlor am letzten Brett gegen Andreas Arnfried Kung (1716 DWZ) – eine überraschende Niederlage gegen einen nominell schwächeren Gegner.
Gegnerische Stärke: SC Caissa Falkensee I ist der amtierende Meister der Landesklasse Nord aus der Vorsaison und steht nach drei Runden mit 2 Siegen und 1 Niederlage auf dem 2. Tabellenplatz (4 Mannschaftspunkte, 16.5 Brettpunkte). Die durchschnittliche DWZ-Überlegenheit von etwa 100-200 Punkten pro Brett machte sich im Ergebnis bemerkbar.
Regionalliga Nord: Potsdamer SV Mitte IV – SV Werder (6 : 2)
Brett
Potsdamer SV Mitte IV
Ergebnis
SV Werder
Brett
1
Taro Käding
0-1
David Hanisch
3
2
Michael Fuhr
1-0
Rudi Triegel
5
3
Rene Kellner
0-1
Harald Glöß
7
4
Thomas Geitner
1-0
Gabriele Wils
9
5
Leopold Köchert
1-0
Henry Marg
10
6
Peter Mecklenburg
+–
nicht besetzt
–
8
Rakibur Rahman
+–
nicht besetzt
–
15
Joris Bohn
+–
nicht besetzt
–
Ein deutlicher Heimsieg für die vierte Mannschaft. Obwohl die Bretter 1 und 3 verloren gingen, sorgten die Erfolge in den mittleren Brettern sowie drei kampflose Punkte aufgrund von Nichtbesetzungen beim Gegner für einen klaren 6:2-Erfolg. Mit diesem Sieg steht die Mannschaft nach drei Runden bei 4 Mannschaftspunkten und belegt einen soliden vierten Tabellenplatz.
Regionalliga West: Potsdamer SV Mitte V – SV Grün-Weiß Niemegk (4 : 4)
Brett
Potsdamer SV Mitte V
Ergebnis
SV Grün-Weiß Niemegk
Brett
1
Andreas Hohloch
0-1
Jomaa Al Hasan
2
2
Menno Veldhuis
0-1
Mirko Berndt
3
3
Tigran Kramer
½-½
Heiko Rohde
6
4
Manfred Partsch
½-½
Andreas Seichter
7
5
Martin Kummer
½-½
Wolfgang Fuhrmann
8
6
Mathilde Schönknecht
½-½
Werner Klimt
9
7
Svetlana Grinman
1-0
Dietmar Bölke
10
8
Sebastian Zimmermann
1-0
Eberhard Hünig
11
Ein gerechtes Remis in einer ausgeglichenen Partie. Die fünfte Mannschaft geriet zunächst durch Niederlagen an den ersten beiden Brettern in Rückstand. Vier Remisen in Folge hielten die Partie ausgeglichen, bevor Svetlana Grinman und Sebastian Zimmermann an den Brettern 7 und 8 wichtige Siege zum 4:4-Ausgleich erzielten. Mit diesem Punkt steht die Mannschaft nach drei Runden bei 2 Mannschaftspunkten auf dem siebten Tabellenplatz.
Tabellenstand nach der 3. Runde
Landesliga: Potsdamer SV Mitte I führt die Tabelle nach drei Spieltagen souverän mit perfekter Bilanz an: 3 Siege, 6 Mannschaftspunkte, 14 Brettpunkte.
Landesklasse Nord:
Die Mannschaft hat ein insgesamt schwaches Spielergebnis erzielt und deutlich unter den eigenen Erwartungen abgeschnitten. In der Tabelle schlägt sich dies in mehreren Niederlagen und teils klaren Matchverlusten nieder, sodass die Mannschaft aktuell eher in der unteren bzw. in gefährdeten Tabellenregionen zu finden ist.
Landesklasse Süd: Potsdamer SV Mitte II ebenfalls an der Tabellenspitze mit 3 Siegen, 6 Mannschaftspunkten und 18.5 Brettpunkten.
Regionalliga Nord: Potsdamer SV Mitte IV auf Platz 4 mit 2 Siegen, 1 Niederlage, 4 Mannschaftspunkten und 15 Brettpunkten.
Regionalliga West: Potsdamer SV Mitte V auf Platz 7 mit 2 Remis, 1 Niederlage, 2 Mannschaftspunkten und 11 Brettpunkten.
Fazit
Der 3. Spieltag verlief für den Potsdamer Schachverein Mitte überaus erfolgreich. Besonders hervorzuheben sind die Tabellenführungen der ersten und zweiten Mannschaft in ihren jeweiligen Ligen sowie der überzeugende 7.5:0.5-Kantersieg der zweiten Mannschaft. Die erste Mannschaft zeigte Nervenstärke beim knappen Auswärtssieg, während die vierte Mannschaft ihre Heimstärke unter Beweis stellte. Lediglich die fünfte Mannschaft konnte nicht voll punkten, erkämpfte sich aber immerhin ein Remis.
Am 16.11.2025 fand die 2. Runde in den diversen brandenburgischen Ligen statt. Unsere 5 Mannschaften waren natürlich auch wieder am Start und das recht erfolgreich, würde ich meinen.
LandesligaPotsdamer SV Mitte I – USV Potsdam I 4,5 – 3,5
Unsere 1. Mannschaft empfing in der 2. Runde zum Derby den USV Potsdam I. Ein sehr starker Gegner, für viele einer der stärksten Gegner in der Landesliga.
Wir starteten erstmalig mit unseren Stammspielern, beim USV fehlte ihr etatmäßiges Brett 2. Es wurden offensichtlich ein sehr schwerer und spannender Wettkampf. Erst nach über 5 Stunden Spielzeit stand fest, das wir knapp mit 4,5 – 3,5 gewonnen hatten.
Glückwunsch an unsere 1. Mannschaft, aber es erwarten uns noch 7 weitere schwere Wettkämpfe
Landesklasse Süd USV Potsdam II – Potsdamer SV Mitte II 3 – 5
Auch unsere 2. Mannschaft musste gegen den USV antreten. Während wir in der Stammaufstellung spielen konnten, mussten beim USV 5 Stammspieler ersetzt werden.
Es wurde trotzdem ein sehr enges Match. Los ging es mit einem Remis von Steven Grigoleit am Brett 4. Anschließend mussten wir durch die Niederlage am Brett 8 und das Unentschieden durch Falk Petrak einen Rückstand hinterherlaufen. Aber am Ende lief es dann doch recht gut für uns. Wir konnten das Match durch die Siege von Dirk Brunk, Steffen Bernhöft und Andreas Greber drehen. Mit dem Remis am Brett 2 von Heiko Schäfer war der Wettkampf gewonnen. Adrian Faust holte in einer spannenden Partie noch einen weiteren halben Zähler für. Damit gewannen wir mit 5-3 und können weiter vom Aufstieg träumen. Aber auch hier, es erwarten uns noch 7 weitere schwere Wettkämpfe.
Landesklasse Nord Potsdamer SV Mitte III – SC Lindow I 4,5 – 3,5
Unsere 3. Mannschaft spielte gegen Lindow. Auch hier gab es offensichtlich ein sehr knappes Ergebnis. Mit 4,5-3,5 konnte aber der Mannschaftserfolg gesichert werden. Schön auch, das unser Neuzugang Sven Bochow am Brett 8 gleich einen vollen Punkt beisteuern konnte.
Regionalliga Nord Leegebrucher SF – Potsdamer SV Mitte IV 5 – 3
Unsere 4. Mannschaft spielte gegen die starke Vertretung von Leegebruch. Es gab eine knappe Niederlage mit 3-5. Kein Beinbruch, damit bleibt die Mannschaft im Mittelfeld der Tabelle stecken.
Regionalliga West Schenkenberg – Potsdamer SV Mitte V 5-3
Auch hier gab es eine knappe Niederlage, leider. Schenkenberg ist eine recht erfahrene Truppe, da hatten es unsere jungen Spieler recht schwer gehabt. Aber bei solchen Begegnungen kann man Spielpraxis und -Erfahrung sammeln. Und das ist, so denke ich, erstmal das wichtigste.
Schön und auch sehr bemerkenswert finde ich, das wir wieder kein Brett frei lassen mussten. Da kann ich nur sagen: Weiter so.
Nach unserem kurzen Ausflug in die Oberliga Ost 2 geht es für unsere Erste nun wieder in der Landesliga um den direkten Wiederaufstieg. Neben dem USV Potsdam zählen wir laut Wertzahlen – und nicht zuletzt nach Einschätzung des allwissenden Liga-Orakels – zu den Aufstiegsfavoriten. Doch gleich der erste Spieltag sollte zeigen, dass die Realität manchmal schwieriger ist, als es die Prognosen vermuten lassen. Zum Auftakt führte uns der Weg zum Aufsteiger aus der Landesklasse Süd, dem ESV Lok RAW Cottbus. Da ich durch andere Verpflichtungen zunehmend kürzertreten muss, hat Nils Werthmann inzwischen die Rolle des Mannschaftsleiters übernommen. Am ersten Spieltag musste er allerdings noch passen, sodass ich ein letztes Mal einsprang. Für Nils rückte Weltenbummler Helmut Pönisch als Ersatz in die Mannschaft.
Während wir also lediglich auf Nils verzichten mussten, hatten die Cottbusser deutlich größere Aufstellungsprobleme und konnten nicht in Bestbesetzung antreten. Der Auftakt verlief an allen Brettern zunächst recht unspektakulär. Den ersten halben Punkt steuerte schließlich Helmut Pönisch bei. Zwar hatte er gewisses Angriffspotential, doch auch sein Gegner Stefan Schmutterer fand Gegenspiel, während Helmuts Springer etwas trostlos am Rand stand. Am Ende ein leistungsgerechtes Remis. 0,5:0,5. Am 4. Brett zeigte Carsten Hein eine grundsolide Schwarzpartie. Mit klarem Zeitvorteil und guter Angriffsstellung fand er souverän den entscheidenden Schlag gegen Gregor Wieczorek. Die Führung: 1,5:0,5. Kurz darauf legte Tyron Milare nach. In guter Form spielte er seine Partie druckvoll bis zum Ende durch und gewann gegen Holger Palme. 2,5:0,5. Auch Carsten Kühne steuerte in gewohntem Stil bei. In seiner typischen Partieanlage wurde zunächst viel Material abgetauscht, bevor er im Endspiel seinen Gegner Toni Schulz geduldig bearbeitete. Schließlich nutzte er die Schwächen in der Stellung konsequent aus. 3,5:0,5.
Bis hierhin lief alles nach Plan und es sah nach einem Kantersieg aus. Doch dann geriet der Potsdamer Motor ins Stocken. Am 5. Brett ließ sich Kristof Illner gegen Thomas Lenze zu einem frühen Bauernvorstoß verleiten, der sich bald als unglücklich herausstellte. Um etwas Gegenspiel zu bekommen, musste er sogar noch einen weiteren Bauern investieren. Da die Stellung zunehmend kritisch wurde, nahm Kristof schließlich dankbar eine Stellungswiederholung an und sicherte zumindest einen halben Punkt – und damit schon das Mannschaftsremis: 4:1. Weniger erfreulich verlief es bei Oliver Röhr am zweiten Brett. Gegen Oybek Mamatkulo geriet sein Königsflügel komplett unter Beschuss. Zwar rettete er sich noch ins Endspiel, doch in Zeitnot unterlief ihm ein Fehler, der die Niederlage besiegelte: 4:2. Auch unser Spitzenbrett Mirko Eichstaedt hatte gegen Kevin Großmann so seine Probleme mit dem neuen Zeitmodus in der Landesliga. Als ich in der Zeitnotphase auf die Stellung schaute, hatte er nur einen Turm gegen die generische Dame, was zur nicht mehr abwendbaren Niederlage führte. 4:3. Blieb also noch meine eigene Partie gegen Justus Schubert. In einer lange strategisch geprägten Stellung hielt mein Gegner gut mit, verlor jedoch mit immer knapperer Bedenkzeit den Faden. Zunächst geriet er in materielle Rückstände, dann überschritt er in klar schlechter Stellung auch noch die Zeit – wohl ebenfalls ein Tribut an den neuen Modus.
So konnten wir den Aufsteiger aus Cottbus mit mehr Mühe als erwartet mit 5:3 bezwingen und starten erfolgreich in die neue Landesligasaison. Am kommenden Spieltag wartet dann gleich der Derby-Kracher gegen den USV Potsdam. Dann ist nochmal eine Leistungssteigerung fällig, wenn wir um den Aufstieg mitspielen wollen.
Am 28.09.2025 fand die erste Runde in den diversen Ligen der brandenburgischen Mannschaftswettbewerben statt. Im Gegensatz zur letzten Saison lief es für unsere, diesmal 5 Mannschaften, recht gut.
In der Landesliga musste unsere erste Mannschaft in die Lausitz zum Lok Raw Cottbus reisen. Als Absteiger aus der Oberliga sollte naturgemäß das Ziel der sofortige Aufstieg in die Oberliga lauten. Gegen Cottbus erwartete uns aber gleich zu Beginn eine schwierige Aufgabe. Letztlich wurde diese recht souverän gelöst. Am Ende siegten wir mit 5-3 . Etwas überraschend waren evtl. die Niederlagen an den beiden ersten Brettern.
In der Landesklasse Süd startete unsere 2. Mannschaft gegen die Senioren aus Cottbus. Auch eine durchaus schwierige Aufgabe. Auch unsere 2. Mannschaft steht ja als Absteiger aus der Landesliga da und möchte möglichst schnell wieder den Aufstieg schaffen. Letztlich gelang ein verdienter, wenn auch evtl. etwas zu hoher, 6-2 Erfolg gegen Cottbus. Hilfreich war hier sicher der schnelle Sieg von Peter Klöpping am Brett 8 und das Remis von Adrian Faust am ersten Brett. Das gab etwas Sicherheit an den anderen Brettern.
Unsere 3. Mannschaft wechselte von der Südstaffel in den Norden. Sicher nicht uninteressant nach einigen Jahren in der Südstaffel mal gegen neue Gegner spielen zu können. Mit Müncheberg gab es nun gleich einen schweren und (noch zu) starken Gegner. Das Match ging deutlich mit 2,5 – 5,5 verloren. Aber sicher kommen noch zukünftig Gegner, wo wir uns mehr Chancen ausrechnen können.
Die 4. Mannschaft spielt in der Regionalliga Nord und durfte in der ersten Runde zu Hause gegen den SC Oberkrämer, eine sehr erfahrene Mannschaft antreten. Bei uns gab es am ersten Spieltag eine bunte Mischung aus einigen erfahrenen und vielen unserer Nachwuchsspieler zu bestaunen. Am Ende gab es einen beachtlichen 6-2 Erfolg für uns. Fast 5 Stunden quälte Michael Fuhr seinen Gegner und auch uns, bevor er die Partie gewinnen konnte.
Ja und jetzt spielen wir auch mit einer 5. Mannschaft, die natürlich auch sehr jung ist. Unsere Nachwuchsspieler werden jetzt ins kalte Wasser geworfen und lernen so hoffentlich schnell. In der Regionalliga West kam der Ludwigsfelder SC II zu uns. Am Ende gab es ein beachtliches 4-4 .
Damit ist für mich der Auftakt durchaus gelungen. Besonders schön fand ich, das wir alle 40 Bretter besetzen konnten. In den vergangenen Jahren war das bei nur 4 Mannschaften häufig nicht der Fall gewesen
Lok Raw Cottbus I – Potsdamer SV Mitte I 3-5
Potsdamer SV Mitte II – SC Senioren Cottbus I 6-2
SC Rochade Müncheberg I – Potsdamer SV Mitte III 5,5 – 2,5