Hier ist die Übersicht der Ergebnisse für die Mannschaften des Potsdamer Schachvereins Mitte e.V. am 23. März 2026:
| Mannschaft | Liga | Gegner | Ergebnis |
| Potsdamer SV Mitte I | Landesliga | SSG Lübbenau I | 6,0 : 2,0 |
| Potsdamer SV Mitte II | Landesklasse Süd | Sportverein Senftenberg | 5,0 : 3,0 |
| Potsdamer SV Mitte III | Landesklasse Nord | SV Wusterhausen | 3,5 : 4,5 |
| Potsdamer SV Mitte IV | Regionalliga Nord | SC Oranienburg II | 4,0 : 4,0 |
| Potsdamer SV Mitte V | Regionalliga West | SG Lok Brandenburg II | 1,5 : 6,5 |
Was für ein geschichtsträchtiger Sonntag für den Potsdamer Schachverein Mitte e.V.! Am 23. März 2026 bebten in fünf verschiedenen Ligen gleichzeitig die Bretter, als unsere Teams zu ihren entscheidenden Punktspielen antraten.
Den glanzvollen Höhepunkt setzte erneut unsere erste Mannschaft in der Landesliga, die ihre beispiellose Siegesserie mit einem deutlichen 6:2-Triumph gegen die SSG Lübbenau I fortsetzte. Schon zu Beginn zeichnete sich die Dominanz ab, als Mirko Eichstaedt seine Partie kampflos gewann.Das klare Ergebnis fiel, obwohl an den vorderen Brettern keineswegs nur „Pflichtsiege“ eingefahren wurden. Ein kampfloser Punkt am Spitzenbrett brachte früh Ruhe in die Aufstellung, doch dahinter waren Kämpferqualitäten gefragt.
In der Brettmitte sorgten die Remis von Oliver Röhr, Tyron Milare und Carsten Hein für Stabilität, während Nils Werthmann, Kristof Illner und Dave Möwisch ihre Partien kompromisslos zum vollen Punkt führten und so die Begegnung endgültig kippten. Gerade die souveränen Siege an den hinteren Brettern unterstrichen die große mannschaftliche Breite, die am Ende auch den Ausschlag im Titelkampf gab.
Ebenso erfolgreich gestaltete die zweite Mannschaft ihren Auftritt in der Landesklasse Süd. In einem hart umkämpften Auswärtsspiel beim Sportverein Senftenberg behielten unsere Strategen die Oberhand und sicherten sich einen verdienten 5:3-Sieg. Nach dem frühen 0:1 an Brett 1 sorgte vor allem das starke Hinterland für die Wende: Heiko Schäfer gewann souverän an Brett 3, und in der heißen Phase brachten Peter Klöpping und Wolfgang Bullert ihre Partien cool nach Hause. Mit diesem Sieg untermauert das Team seinen hervorragenden zweiten Tabellenplatz und bleibt dem Spitzenreiter aus Babelsberg mit 12:2 Punkten dicht auf den Fersen.
Dramatische Szenen spielten sich in der Landesklasse Nord ab, wo die dritte Mannschaft denkbar knapp mit 3,5:4,5 gegen den SV Wusterhausen unterlag . Besonders bitter: Ein kampfloser Sieg von Wolfram Christen brachte früh einen halben Schritt nach vorne, doch an den Brettern 1, 5, 6 beim Stammpersonal und Brett 7 gingen gleich vier Partien verloren – mehrfach aus durchaus verheißungsvollen Stellungen.
Umso bemerkenswerter waren die Comebacks im hinteren Bereich: Sven Bochow und Jurii Grushovskii verkürzten mit starken Siegen noch einmal und sorgten dafür, dass die Mannschaft sich nicht deutlicher geschlagen geben musste. Am Ende steht eine knappe Niederlage – und das Gefühl, dass an diesem Tag durchaus ein Punkt möglich gewesen wäre.
In der Regionalliga Nord stand für die Vierte der große Saisonabschluss an – und der hatte es in sich. Mit einem 4:4 beim Schachclub Oranienburg II verteidigte Potsdamer SV Mitte IV seinen hervorragenden zweiten Tabellenplatz und beendet die Saison mit 11:3 Mannschaftspunkten.
Der Mannschaftskampf selbst war ein echter Schlagabtausch: Michael Fuhr sorgte mit einem Sieg an Brett 1 für einen Traumstart, doch an Brett 2 und 3 schlug Oranienburg zurück. Besonders spannend wurde es an den hinteren Brettern: Ariyo Moradi drehte seine Partie und gewann in einem komplexen Endspiel, während die beiden Remisen im Mittelblock (Rahman und Beitz) den einen, am Ende entscheidenden Mannschaftspunkt absicherten. Das 4:4 fühlt sich wie ein kleiner Sieg an – es bestätigt eine Saison, in der die Vierte bis zuletzt um den Staffelsieg mitspielte.
Die Vierte schließt eine beeindruckende Saison als klarer Verfolger des überragenden Tabellenführers Leegebruch ab. Mit 5 Siegen, 1 Remis und nur 1 Niederlage hat die Mannschaft gezeigt, dass sie spielerisch und kämpferisch absolut Landesligareif ist – und sich in der kommenden Saison berechtigte Hoffnungen auf den ganz großen Wurf machen darf.
In der Regionalliga West war es für die Fünfte der letzte große Auftritt – und der Spielplan meinte es nicht gut: Auswärts beim starken ESV Kirchmöser setzte es zum Abschluss ein 1,5:6,5. Das Ergebnis klingt klarer, als der Kampf auf den Brettern war: Mehrfach wurden zähe Verteidigungsstellungen lange gehalten, ehe sie doch noch kippten.
Vor allem die beiden Remisen von Manfred Partsch und Svetlana Grinman verdienen Erwähnung, da sie gegen erfahrene Gegner kühlen Kopf behielten und sich jeweils ein halbes Brettchen erkämpften. Insgesamt blieb Potsdamer SV Mitte V in dieser Saison allerdings häufig unter Wert – mit 0 Siegen und 2 Unentschieden bei 5 Niederlagen reichte es am Ende nur zu Rang 7.
Das reine Zahlenwerk wirkt ernüchternd, doch die Saison der Fünften war vor allem eines: ein wichtiger Schritt in der Entwicklung vieler Spieler, die sich Woche für Woche gegen starke Konkurrenz behaupten mussten. Die knappen Kämpfe und die gesammelte Matchpraxis sind eine solide Basis, auf der in der kommenden Saison aufgebaut werden kann – mit dem klaren Ziel, aus knappen Mannschaftskämpfen öfter Zählbares mitzunehmen.