
Einen Tag nach dem Unentschieden gegen Hoyerswerda wartete mit dem USV TU Dresden II eine dicke Nuss auf uns. Für uns hieß es, so viele Brettpunkte wie möglich zu holen. Für Tyron kam Steffen Bernhöft in unsere Aufstellung.
Leider konnten die Dresdener bereits früh ihren Wertungszahlvorteil souverän ausspielen. Carsten Hein hatte mit den schwarzen Steinen gegen FM Imre Kukel einen schweren Stand und musste relativ früh seine Partie aufgeben. Diesem Schicksal musste sich auch Mirko Eichstaedt an Brett 1 ergeben, wobei sein Gegner FM Ruben Lutz die taktische Oberhand behielt. Daran anknüpfend konnte Carsten Kühne seine eigentlich solide Stellung gegen Peter Salzmann nicht halten und musste ebenfalls die Partie aufgeben. Somit stand es früh 0:3, wobei wir uns aber zunehmend gegen die drohende Niederlage stemmten.
Oliver Röhr ließ mit Schwarz gegen seinen stärkeren Gegner FM Dirk Wegener nichts anbrennen und holte souverän ein Remis. Auch Kristoff Illner kämpfte gegen seinen stärkeren Kontrahenten Philipp Richter durch ein schönes Figurenopfer um ein Remis mit zarten Gewinnansätzen. Da seine Zeit aber zunehmend ablief, einigten sich beide Spieler auf eine Punkteteilung – 1:4. Ich konnte das forsche Spiel meines Gegners Tim Oehl bestrafen und schließlich durch eine Taktik die Dame gewinnen – 2:4. An Brett 3 hatte Nils Werthmann mit dem serbischen Schachtrainer FM Nenad Robulj zu tun. Dabei konnte Nils zwar Druck auf die gegnerische Königsstellung ausüben, allerdings agierte sein Gegner am Damenflügel ebenso aggressiv. So hielt sich auch hier die Stellung im Ausgleich, und man einigte sich auf ein Remis – 2,5:4,5. Somit war die Mannschaftsniederlage besiegelt, doch Steffen Bernhöft spielte gegen Guntram Ledfuß um wichtige Brettpunkte. Steffen zeigte eine aktive Spielweise, unterlag dann aber in der Zeitnotphase dem geschickten Angriffsplan seines Gegners.
Damit müssen wir die erwartete 2,5:5,5-Niederlage gegen die starken Dresdener hinnehmen. Etwas überraschend konnte sich Hoyerswerda gegen Babelsberg mit 4,5:3,5 durchsetzen, was unsere Chancen auf den Klassenerhalt deutlich sinken ließ. Dennoch werden wir am letzten April-Wochenende in Chemnitz alles in die Waagschale werfen, um den drohenden Abstieg noch abzuwehren.
Dave Möwisch
Die Saison unserer ersten Mannschaft in der Oberliga Ost 2 nähert sich langsam ihrem Höhepunkt. Dieses Wochenende stand für uns der vorletzte Doppelspieltag an – darunter auch das immens wichtige Kellerduell gegen Hoyerswerda um den Klassenerhalt. Wir konnten in Bestbesetzung antreten, während Hoyerswerda mit einigen Ersatzkräften auskommen musste. Bei beiden Mannschaften war deutlich zu spüren, dass es um viel ging, sodass es nach kurzer Abtastphase zu den ersten Punkteteilungen kam.
An Brett 5 konnte Carsten Hein gegen FM Günther Jahnel sicher ein Remis erzielen. Nils Werthmann bot seinem Gegner Jan Kregelin ebenfalls früh ein Remis an, das dieser annahm. Bei Carsten Kühne hielt sich die Stellungsbewertung gegen Rüdiger Schuh ebenfalls im Ausgleich, was beide veranlasste, sich auf ein Remis zu einigen. Mirko Eichstaedt am Spitzenbrett hatte zwar ein etwas schlechteres Endspiel gegen FM Ilya Spivak, jedoch gab es auch dort keinen klaren Gewinnplan für seinen Gegner, weshalb man sich auch in diesem Spiel auf ein Remis einigte. So stand es relativ zügig 2:2.
Der Spielverlauf dramatisierte sich nun zunehmend. Während ich mir eine deutlich bessere Stellung erarbeitete, waren die Lagen bei Oli, Tyron und Kristof deutlich unklarer. Oliver Röhr geriet gegen Andreas Wolf zunehmend unter Druck, hielt jedoch durch einen Freibauern die Stellung im Gleichgewicht, sodass auch an diesem Brett die Punkteteilung unausweichlich war. Währenddessen versuchte ich gegen Niklas Stark, meine vorteilhafte Stellung durch ein Damenopfer in einen vollen Punkt zu verwandeln. Mein Gegner erwiderte mein Damenopfer mit einem eigenen Damenopfer, wodurch die Stellung leider zum Remis verflachte. Tyron Milare führte am 2. Brett ein anspruchsvolles Turmendspiel gegen Vardan Hovsepyan, das jedoch von beiden Seiten nicht mehr gewonnen werden konnte. So spielte nur noch Kristof Illner gegen Roland Graf um den vollen Mannschaftssieg. Im Gegensatz zu den anderen Partien bot diese noch das größte Gewinnpotenzial in der Stellung. Mit wenig verbleibender Zeit auf der Uhr wollte dann aber keine Seite zu viel riskieren, und man einigte sich zum achten Mal an diesem Spieltag auf ein Unentschieden.
Somit endet das Kellerduell mit einem 4:4-Unentschieden, und der Kampf um den Klassenerhalt wird dadurch auf ein Fernduell vertagt. Während am Sonntag der Tabellenzweite, der USV TU Dresden II, auf uns wartet, muss Hoyerswerda gegen Babelsberg antreten.
Dave Möwisch
Na es geht ja doch noch. Zumindest etwas würde ich mal sagen. An diesem Wochenende standen die nächsten Mannschaftswettkämpfe an. In der Oberliga gab es einen Doppelspieltag gegen Hoyerswerda und USV TU Dresden II und auch unsere anderen Mannschaften waren wieder am Start.
Für unsere 1. Mannschaft gab es das Endspiel gegen Hoyerswerda. Noch einmal wurde in Bestbesetzung angetreten. Am Ende reichte es für ein 4-4 Unentschieden. Da Hoyerswerda in der 8. Runde dann zumindest für mich überraschend gegen Babelsberg gewonnen hat wird es nun mit dem Klassenerhalt in der Oberliga sehr schwierig. Schade drum, aber noch sind ja 2 Spieltage und warum soll uns nicht auch mal eine Überraschung gelingen.
In der Landesliga durfte unsere 2. Mannschaft zu Hause gegen Trebbin spielen. Es gelang ein 5-3 Erfolg gegen die Trebbiner. Vielleicht etwas überraschend, auf jeden Fall aber extrem wichtig. Nun stehen wir auf Rang 8 in der Tabelle, der erste Nicht-Abstiegsplatz. Aber in der Liga ist alles extrem eng und da kann noch sehr viel passieren.
In der Landesklasse Süd gelang unserer 3. Mannschaft ein Erfolg im Derby gegen den USV Potsdam II. Mit 4,5-3,5 konnte der Kampf für uns entschieden werden. Wofür der Sieg letztlich reichen wird, müssen wir abwarten.
In der Regionalliga Nord spielte noch unsere 4. Mannschaft bei den Leegebrucher SF. Mit 2 Spielern weniger gab es wahrscheinlich wenig zu holen und wir kassierten eine deutliche 2,5 – 5,5 Niederlage.
Potsdamer SV Mitte I – USV TU Dresden II 2,5 – 5,5 Stand nach Runde 8
Potsdamer SV Mitte II – SC HC Trebbin I 5 – 3 Runde 7
Potsdamer SV Mitte III – USV Potsdam II 4,5-3,5 Runde 7
Leegebrucher SF – Potsdamer SV Mitte IV 5,5 – 2,5 Runde 7
Veranstalter:
Potsdamer Schachverein-Mitte e.V. (www.psv-mitte.de)
Turnierleiter:
René Kellner, E-Mail: rkellner@gmx.de, Tel. 0160 966 55 406
Termine:
1.4.2025 – 30.11.2025
1.Runde: 1.4.- 2.5.2025
2.Runde: 3.5. – 30.5.2025
3.Runde: 31.5. – 27.6.2025
4.Runde: 28.6.- 29.8.2025
5. Runde: 30.8. – 26.9.2025
6.Runde: 27.9. – 31.10.2025
7.Runde: 1.11. – 28.11.2025
Die jeweilige Auslosung wird auf der Homepage des PSV veröffentlicht, im Spiellokal ausgehangen sowie durch den Turnierleiter an alle Teilnehmer via E-Mail verschickt.
Die Teilnehmer vereinbaren selbstständig mit ihrem Gegner den konkreten Spieltermin während des Zeitraums der jeweiligen Runde.
Ergebnismeldung:
Das Ergebnis ist durch den Spieler, der die Partie gewonnen hat, an den Turnierleiter zu melden. Bei einem Remis meldet der Spieler das Ergebnis, der die Partie mit Weiß gespielt hat. Das Ergebnis ist spätestens am letzten Spieltag einer jeden Runde zu melden. Wird von einer Partie das Ergebnis nicht gemeldet, werden beide Spieler genullt.
Veranstaltungsort:
Spiellokal
Die Partie sollte möglichst im Zeitraum der Runde an einem Freitag im Spiellokal des PSV Potsdam gespielt werden. Sollte beiden Spielern das Spielen der Partie während des Zeitraums einer Runde nicht möglich sein, ist die Austragung einer Runde ausnahmsweise auch an einem anderen Ort möglich, mit dem beide Spieler einverstanden sind. Beide Spieler sollten den Spielort und Ihr Einverständnis dem Turnierleiter mitteilen.
Modus:
7 Runden Schweizer System, 90 Minuten für die Partie. Es gilt die Aufschreibepflicht bisBlättchenfall. Es gelten die FIDE-Regeln. Zu der von beiden Spielern vereinbarten Startzeit gelten 30 Minuten Karenzzeit.
Die Auslosung erfolgt nach Rangfolge der DWZ. Maßgeblich ist die DWZ zum 1.3.2025. Das Turnier wird für die DWZ ausgewertet.
Spielberechtigung:
Zur Teilnahme berechtigt sind alle Mitglieder des Potsdamer Schachvereins Mitte e.V. Die Mitgliedschaft im Verein muss zum Zeitpunkt der Anmeldung, spätestens zum 31.3.2025, bestehen.
Startgeld:
Ein Startgeld wird nicht erhoben.
Anmeldung:
Interessierte Vereinsmitglieder melden sich bitte bis 31.3.2025 beim Turnierleiter René Kellner via E-Mail an rkellner@gmx.de. Fragen beantwortet René unter Tel. 0160 / 966 55 406. Die Meldung sollte Vor- und Nachname, eine Emailadresse sowie eine Telefonnummer des Spielers enthalten.
Preise:
Der Gewinner des Vereinsturnieres erhält den Titel „Vereinsmeister 2025“.
Die Plätze 1 – 3 erhalten einen Sachpreis. Weiterhin wird ein Sachpreis für den besten Jugendlichen U18 und ein Sachpreis für den besten Senior Ü60 (Jahrgang 1960 und älter) ausgelobt. Für den Jugend- und Seniorenpreis gilt das Lebensalter zum Stichtag 31.3.2025. Die Preise werden während der Weihnachtsfeier 2025 im Dezember verliehen. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Sonstiges:
Kann ein Spieler eine Runde nicht spielen, so muss er während der Runde den Turnierleiter informieren. Tritt ein Spieler zu einer Runde unentschuldigt ohne Information des Turnierleiters nicht an, scheidet der Spieler aus dem Turnier aus und wird nicht zur nächsten Runde ausgelost. Bei Streitfällen entscheidet der Turnierleiter gemeinsam mit dem Schiedsrichter Dave Möwisch
und dem Vereinsvorsitzenden Steffen Bernhöft.
Mit der Anmeldung am dem Turnier erklären sich die Teilnehmer einverstanden, dass ihre bei der Anmeldung angegebene Telefonnummer und Emailadresse in einer Liste aufgeführt wird. Diese Kontaktliste wird allen Turnierteilnehmern zur Verfügung gestellt und soll ausschließlich zur
Kontaktaufnahme zur Vereinbarung des Spieltermins dienen.
Datenschutz:
Mit der Anmeldung erklärt sich der Spieler damit einverstanden, dass wir während der Veranstaltung aufgenommenes Bildmaterial von ihm für die Öffentlichkeitsarbeit nutzten. Zudem willigt er ein, dass seine Daten zur Durchführung des Turniers verarbeitet und an andere Institutionen (LSBB und DSB), z.B. zur DWZ-Auswertung, übermittelt werden.“
Nachdem wir unsere Vorrunde in Blankenese sensationell gewinnen konnten, ging es für uns im Achtelfinale nach Lehrte, ins schöne Niedersachsen vor den Toren Hannovers. Die Zwischenrunde wird wie die Vorrunde in einer Vierergruppe gespielt. Da wir uns nun schon im Achtelfinale des Deutschen Mannschaftspokals befinden, werden die Gegner immer anspruchsvoller. So hatten wir es neben dem Gastgeber SK Lehrte mit HSK Lister Turm und dem deutschen Serien- und wahrscheinlich auch Rekordsieger OSG Baden-Baden zu tun. Die Auslosung bescherte uns mit Lister Turm einen sehr schweren Brocken, der uns an allen Brettern von der Wertungszahl her zum Teil deutlich überlegen war.
Für uns hieß es „never change a winning team“ und wir spielten mit der Blankenese-Formation:
PSV HSK Lister Turm
FM Tyron Milare (2248) vs IM Anthony Petkidis (2471)
Oliver Röhr (2271) vs Johannes von Mettenheim (2352)
Nils Werthmann (2020) vs FM Felix Hampel (2334)
Dave Möwisch (1976) vs Kai-Christian Bruns (2124)
Relativ früh gab es viel Action bei Oli. Oli stürmte mit seinem g-Bauern früh in Richtung gegnerischen Königsflügel, ließ aber einige Schwächen in den eigenen Reihen zu. Sein Gegner spielte sehr stark und blitzte mit einem Figurenopfer auf, das Oli nicht parieren konnte. Somit lagen wir früh mit 0:1 zurück. Meine Partie verlief unerwartet positiv für uns. Mein Gegner gab früh einen Bauern für Aktivität, fand aber nicht den präzisesten Plan und übersah dann unter zunehmendem Druck eine Taktik, die uns den zwischenzeitlichen Ausgleich brachte. 1:1.
Tyron verzichtete im Sizilianer auf seine Rochade für Aktivität und verkomplizierte die Stellung. Sein Gegner parierte jedoch geschickt alle Fallen und konnte einen Bauern erobern, den er auch nicht mehr hergab. Damit stand das Aus für uns durch die Berliner Wertung fest. 1:2. Nils kämpfte noch in einer strategisch hart umkämpften Partie gegen seinen deutlich stärkeren Gegner um ein Remis. Nach fast 5 Stunden musste sein Gegner einsehen, dass Nils an diesem Tag einfach nicht zu schlagen war.
Damit endet unsere Pokalreise nach einer 1,5:2,5 Niederlage gegen den HSK Lister Turm. Auch wenn die Niederlage verdient war, verabschieden wir uns mit einem guten Pokalfight gegen übermächtige Gegner aus dem Wettbewerb. Ein besonderes Highlight für uns war sicherlich, mit den Stars der OSG Baden Baden in einem Raum zu spielen, die unter anderem Michael Adams (ehemals 2700er) und den ehemaligen Weltmeister Rustam Kasimdzhanov (2675) aufboten. Wir bedanken uns beim SK Lehrte für die tolle Gastfreundschaft und werden versuchen, den Pokal in der nächsten Saison wieder aufzumischen.
Dave Möwisch
In Dresden fand vom 28.02.2025 – 02.03.2025 das nächste Turnier der DSAM Reihe statt. Die Teilnehmer wurden in 7 Gruppen nach ihrer Wertzahl aufgeteilt. Gespielt wurden, wie immer, 5 Runden.
Viele Potsdamer und Brandenburger Schachfreunde fanden den Weg in die sächsische Hauptstadt an die Elbe. Vom PSV spielten mit Dave Möwisch (Gruppe B); Susanne Röhr und Steffen Bernhöft (Gruppe C) ; Michael Fuhr und Rene Kellner (Gruppe D), sowie Anatoli Grinman 6 Spieler bei diesem Turnier mit. Mit insgesamt um die 250 Teilnehmer war das Turnier etwas kleiner wie in Potsdam sicher aber auch etwas gemütlicher besetzt.
In der Gruppe B konnte Dave 2 Punkte aus den 5 Partien holen und wurde damit 69. von 92 Teilnehmern. Nach der Auftaktniederlage und holte aus den beiden folgenden Partien 1,5 Punkte. Leider erwischte es ihn in der 4. Runde erneut. Zum Abschluss gab es dann noch ein remis. Die 2 Punkte in der starken B-Gruppe sind sicher kein schlechtes Ergebnis.
In der Gruppe C spielten 87 Schachfreunde mit. Susanne landete hier auf Platz 49. Der Niederlage zum Auftakt folgten 3 unentschiedene Partien, bevor in der letzten Runde sogar noch ein Sieg gelang.
Bei Steffen lief es wohl eher nicht so gut. 3 Niederlagen in den Runden 1, 4 und 5 gab es. In den Runden 2&3 schien er eigentlich in Fahrt kommen zu wollen, immerhin gab es da 1,5 Punkte aus den 2 Partien. Am Ende blieb es aber bei den 1,5 Punkten und die reichten nur zum Platz 80. Aber damit ist er in guter Gesellschaft. Auch Mario Oberling aus Nauen holte nur 1,5 Punkte aus den 5 Partien.
In der Gruppe D spielten 104 Schachfreunde mit. Michael blieb in den 5 Runden ungeschlagen. Das ist die gute Nachricht. Weniger gut ist evtl. das leider auch kein Sieg gelang. Mit den 2,5 Punkten wurde er 62. Rene wurde mit 1,5 Punkten 84. Eine kurze Rochade in den Runden 4 & 5 verhinderte ein besseres Ergebnis. Ärgerlich sicher auch ein wenig das in der 2. Runde das Duell gegen Michael stattfand.
In der Gruppe E konnte Anatoli 3 Punkte holen und wurde damit 19. Es gelangen ihm 2 Siege und 2 Unentschieden bei recht starken Gegnern.
In der Vereinswertung landete der PSV auf Platz 29. Da ist sicher noch etwas Luft nach oben
Am 6. Spieltag der Oberliga Ost 2 ging es für unsere erste Mannschaft erneut nach Leipzig zur 2. Mannschaft der Schachgemeinschaft Leipzig, die in einem eigens gebauten Vereinsheim spielt, das nur durch viele Spenden finanziert wurde, wie eine eindrucksvolle Spendentafel zeigt. Erneut mussten wir auf 2 Stammspieler verzichten, so dass unser Vorstand zu seinem Debüt in der Oberliga kam.
Den Auftakt der Ergebnismeldungen machte wieder einmal Nils Werthmann, der mit den schwarzen Steinen gegen Frank Dietze spielte. Nachdem viel Holz getauscht wurde und sich ein ausgeglichenes Endspiel abzeichnete, einigten sich beide Spieler auf eine Punkteteilung. 0,5:0,5. In der Folgezeit verschlechterten sich jedoch einige Stellungen bei uns und wir mussten die ersten Niederlagen beklagen. Carsten Kühne kam an Brett 5 gegen Fadi Alahmad eigentlich sehr gut aus der Eröffnung. Doch sein Gegner konnte die ausgeglichene Partie durch eine schöne taktische Finesse für sich entscheiden. 0,5:1,5.
Kristof Illner an Brett 4 hatte mit Arthur Herrmann wohl die härteste Nuss zu knacken, denn sein jugendlicher Gegner ist in bestechender Form und wertzahltechnisch etwas klarer überlegen. Auch Kristof musste in einem taktischen Scharmützel im Mittelspiel die Überlegenheit seines Gegners anerkennen, nachdem Materialverlust unvermeidlich war. 0,5:2,5. Da es an den anderen Brettern eher düster aussah, riskierte ich gegen Michael Limpert viel und versuchte die Partie zu verkomplizieren. So konnte ich zwar eine Qualität gewinnen, musste dafür aber 3 vereinzelte Bauern hergeben, die dann doch zu stark waren. 0,5:3,5. Tyron Milare hatte gegen Sven Römling vielleicht nicht seinen besten Tag erwischt und musste früh einen Bauern für Aktivität geben. Zwar kämpfte Tyron verbissen weiter und versuchte verzweifelt die gegnerische Königsstellung zu belagern, aber sein Gegner konnte alle Drohungen souverän abwehren. Damit war der Mannschaftskampf vorzeitig entschieden. 0,5:4,5.
Dafür zeigte der Vorstand an den beiden hinteren Brettern eine sehr solide Leistung. Steffen Bernhöft an Brett 7 konnte mit den schwarzen Steinen dem Druck seines wertmäßig stärkeren Gegners Ubald Greger standhalten und sich einen schönen Zeitvorteil erarbeiten, der dann auch ausreichte, dass sein Gegner das Remisangebot annahm. Eine kämpferische Partie zeigte auch Andreas Greber an Brett 8 gegen Dr. Jörg Lauckner. Zwar musste er zu Beginn seinem Gegner das Zentrum überlassen, konnte sich aber nach ungenauem Spiel seines Gegners aus der gedrückten Stellung befreien und sogar auf Gewinn spielen. Da der Gewinnweg aber nicht so eindeutig war und auch die Zeit knapp wurde, bot er Remis an, was sein Gegner nicht mehr ablehnen konnte. 1,5:5,5. Für das Highlight aus Potsdamer Sicht sorgte Mirko Eichstaedt an Brett 1 gegen Marvin Henning, besser bekannt unter dem Youtube-Pseudonym „Fritzi“. Mirko zeigte wieder einmal, wie gut er in ruhigen positionellen Stellungen ist und konnte seinen Gegner im Endspiel lehrbuchmäßig überspielen.
Damit gab es durch das 2,5 : 5,5 nun die 5. Niederlage in Folge für uns in der Oberliga Ost 2. Allerdings steht am nächsten Spieltag das vielleicht vorentscheidende Kellerduell um den Klassenerhalt gegen Hoyerswerder an. Wir werden sicherlich noch einmal alles in die Waagschale werfen, um uns zumindest noch kleine Chancen auf den Klassenerhalt zu erhalten.
Dave Möwisch
Irgendetwas läuft diese Saison verkehrt. Auch am 6. Spieltag hagelte es mal wieder Niederlagen. PSV I – IV verloren deutlich . 7,5 Punkte von 32 möglichen ist schon sehr ernüchternd. Haben sich unsere Gegner alle plötzlich extrem verstärkt oder haben wir massiv an Spielstärke eingebüßt ?
Falls hier jemand eine Erklärung hat, kann er diese gern in einem Kommentar kundtun.
Aber noch ist für keine Mannschaft etwas verloren, das wäre die gute Nachricht. Und das wir für jede Überraschung gut sind (gute und leider auch schlechte) sollte eigentlich bekannt sein.
In der Oberliga ging es zum Spiel gegen die SG Leipzig II. Mit 2 Ersatzspielern angetreten gab es für unsere 1. Mannschaft nichts zu holen. Nur Mirko Eichstaedt konnte am Brett 1 seine Partie gewinnen. Das aber auch sehr beeindruckend. Damit liegen wir erstmal auf den 9. Rang
Unsere 2. Mannschaft spielte gegen den Forster SC II. Ein ganz wichtiges Spiel im Kampf gegen den Abstieg. Leider lief hier offensichtlich alles gegen uns und es gab eine 1,5-6,5 Niederlage. Auch hier stehen wir in der Tabelle auf Rang 9.
Ähnlich erging es unserer 3. Mannschaft . Mit Lok Raw Cottbus erwartete uns eine sehr schwere Aufgabe. Deshalb war die Niederlage zumindest für mich nicht völlig überraschend. Die Höhe dann aber schon. Das musste nun auch wieder nicht sein. Aber lieber einmal hoch verlieren und in den nächsten Kämpfen knapp gewinnen. Vielleicht klappt es ja.
Unsere 4. Mannschaft spielte in Babelsberg. Hier gab es ebenfalls nichts zu holen. Am Ende gab es eine 2-6 Niederlage und damit den letzten Tabellenplatz.
Unsere 5. Mannschaft konnte immerhin gegen Falkensee ein 2-2 Unentschieden erreichen.
Aber Kopf hoch, viel schlimmer kann es nicht mehr werden und die Saison läuft noch einige Spiele. Am nächsten Spieltag geht bestimmt etwas.
Spieltag der Oberliga Ost 2 führte uns in die sächsische Landeshauptstadt zur ersten Mannschaft des VfB Schach Leipzig. Leider plagten uns im Vorfeld Aufstellungssorgen, da drei unserer ersten fünf Bretter für dieses immens wichtige Spiel gegen den Abstieg absagen mussten. Dafür sprangen 3 Spieler aus unserer zweiten Mannschaft ein, die den beschwerlichen Weg nach Leipzig auf sich nahmen. Die Leipziger traten bis auf eine Ausnahme in Bestbesetzung an, was die Aufgabe für uns noch schwieriger machen sollte.
Tatsächlich begann der Wettkampf für uns recht ordentlich. An Brett 2 remisierte Nils Werthmann mit den schwarzen Steinen souverän gegen Christian Geiling. 0,5:0,5. Wenig später einigte sich auch Carsten Hein mit seinem gleichstarken Gegner Lars Rohne in ausgeglichener Stellung friedlich. 1:1. Doch dann folgte unsere schwächste Phase. Eine Partie nach der anderen ging verloren. Adrian Faust an Brett 8 stellte seine Partie durch einen relativen simplen taktischen Einsteller gegen Christian Dehner ein. 1:2. Heiko Schäfer kam gegen Thomas Heinrich eigentlich gut aus der Eröffnung und machte Druck am Damenflügel. Leider unterschätzte er den gegnerischen Angriff auf die eigene Königsstellung und musste die Überlegenheit seines Gegners anerkennen. 1:3. Auch Steven Grigoleit musste sich dem druckvollen Gegenspiel seines Gegners Florian Schön beugen und verlor die Partie. So stand es früh 1:4 und es sah wieder einmal nicht gut aus für uns. Doch dann kam der typische PSV-Endspurt.
Meine Vorbereitung gegen die untypische Variante in der Französischen Verteidigung meines Gegners Wolfgang Just ging auf und ich konnte meinen Eröffnungsvorteil über die gesamte Partie halten und auf 2:4 verkürzen. Mirko Eichstaedt hatte es an Brett 1 mit dem Nachwuchstalent FM Luca Englert zu tun. Wieder einmal zeigte Mirko, dass er mit Weiß brandgefährlich ist und konnte in einem komplexen Endspiel einen sehr schönen Sieg erringen und weiter auf 3:4 verkürzen. Nun spielte nur noch Carsten Kühne mit den schwarzen Steinen gegen Carsten Collini und es sollte wieder ein Drama werden, ähnlich wie gegen Forst. Carsten konnte sich eine gesunde Mehrqualität erarbeiten und stand mehrfach auf Gewinn. Doch sein Gegner kämpfte verbissen um den Mannschaftssieg und stellte einige Fallen, die Carsten in Zeitnot leider nicht alle sah. So endete die Partie remis und wir verloren wieder knapp mit 3:5:4,5.
Somit setzte es die nächste Niederlage gegen Abstiegskonkurrenten und so langsam wird die Luft am Tabellenende immer dünner. Allerdings muss man festhalten, dass es in der Oberliga schwer wird, wenn man nicht in Bestbesetzung spielt. Aber der Kampfgeist stimmt und in drei Wochen geht es wieder nach Leipzig zur SG Leipzig II. Diesmal muss unbedingt ein Sieg her, um das Ziel Klassenerhalt noch aufrecht zu erhalten.
Dave Möwisch