Der Lichtenberger Sommer ist ein traditionsreiches internationales Berliner Schachopen des SC Friesen Lichtenberg. Die 22. Auflage wurde vom 8. bis 16. August 2026 auf der Trabrennbahn Karlshorst, Treskowallee 159, 10318 Berlin, ausgetragen.
Das Turnier gewann überraschend der erst zwölfjährige Karl Gersemann (TSG Oberschöneweide) mit 7,5/9 Punkten und besserer Wertung vor dem topgesetzten IM Emil Schmidek, ebenfalls 7,5 Punkte. Dritter wurde Bao Anh Le Bui mit 7/9. Insgesamt nahmen 220 Spielerinnen und Spieler teil, darunter auch vier Spieler unseres Vereins.

Valentin war der Bestplatzierte unseres Vereins. 12. Platz mit 6,5 Punkten sind ein Statement. Nach drei Siegen in Folge folgte eine kleine Durststrecke mit drei Remisen. Obwohl mal Remise gegen einen IM und FM Henrik Hesse als Erfolge sehen muss. Den einzigen Verlust gab es in Runde 8 gegen den Turniersieger. Da sollte der FM-Titel für Valentin bald möglich sein.

Auf dem Foto war die Stimmung bei Adrian noch gut. Im Turnierverlauf sank sie etwas ab. Mit Platz 73 und 5 Punkten spielte Adrian etwas unter seinem gewohnten Niveau. Nach zwei Auftaktsiegen und einen Remis fand er in der 4. Runde in FM Nelson Strehse seinen Meister. Vor Schreck wurde auch gleich die 5. Runde vergeigt. Nach einem aufmunternden Besuch beim Griechen nach der 8. Runde gab es zum Schluss ein versöhnliches Remis.

Der natürliche Feind des Schachspielers in Karlshorst ist die Sonne, die unbarmherzig ins Spiellokal schien. So trat René jede Runde bewaffnet mit Sonnenbrille und Vitamalz an. Der Stammfotograf des Lichtenberger Sommers erteile René schon mal den internen Spitznamen „Rambo“. Allerdings sah René nur gut aus, spielte aber nicht gut. Platz 182 mit 3 Punkten ist kein gutes Ergebnis. Aber das Bier mit den Gegnern nach der Runde hat geschmeckt.

Als Einziger aus der Vereinsjugend traute sich Tigran auf das glatte und gefährliche Parket eines 9-rundigen Opens. Und er musste feststellen, das ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Platz 207 und zwei Punkte sind zu wenig. Aber das will man machen, wenn das Gehirn noch im Ferienmodus ist. Oft stand Tigran in seinen Partien besser. Und am Ende fehlte das Quentchen Glück oder der Gegner packte doch noch eine Taktik aus, die dann den Punkt kostete. Bitter vor allem die dritte Runde, als Tigran 4,5 Stunden deutlich besser stand, aber der jugendliche Gegner von Oberschöneweide das Bauernendspiel für sich entschied.
Sicher wird das Turnier auch wieder in den Sommerferien 2027 stattfinden. Etwas unglücklich war die terminliche Überkreuzung mit dem Kreuzberger Sommer.
Die Bilder wurden freundlicherweise von https://lichtenberger-sommer.de/ vom SC Friesen-Lichtenberg e.V. zur Verfügung gestellt.